Einer amerikanischen Studie zufolge verschlechtern zu niedrige Eisenwerte die schulischen Leistungen. Dies berichtet die "Neue Apotheken Illustrierte" in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. April 2007. Im Vergleich zu Kinder mit normalem Eisenstatus schnitten Kinder mit Eisenmangel in Mathematik, Lesen und verbalem Ausdruck deutlich schlechter ab.
 
Hinweise auf einen Eisenmangel sind ständige Müdigkeit, Lustlosigkeit und Konzentrationsschwäche. Die Hauptursache für diese Beschwerden: Eisenmangel führt dazu, dass weniger roter Blutfarbstoff gebildet wird, es kommt zu einer eisenbedingten Blutarmut, die auch die Sauerstoffversorgung der Organe beeinträchtigen kann.    
 
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Kindern im Alter von ein bis unter sieben Jahren, täglich acht Milligramm Eisen mit der Nahrung zu sich zu nehmen, von sieben bis unter zehn Jahren sollen es zehn Milligramm pro Tag sein. Jungs von zehn bis unter 19 Jahren sollen zwölf Milligramm Eisen täglich aufnehmen, bei Mädchen beziehungsweise Frauen von zehn bis unter 51 Jahren sollen es 15 Milligramm sein.

 

Viel gut verwertbares Eisen ist in Fleisch, vor allem in Rindfleisch enthalten. Eisen kann aus Fleisch leichter aufgenommen werden als aus pflanzlichen Nahrungsmitteln. Vegetarier müssen daher auf sehr eisenreiche Gemüsesorten achten. Vitamin C aus Obst oder Orangensaft trägt dazu bei, die Eisenaufnahme aus Gemüse verbessern. Bei einem nachgewiesenen Eisenmangel können bei Bedarf auch Eisenpräparate aus der Apotheke helfen.

 

Rapsöl für Feinschmecker und Gesundheitsbewusste

Rapsöl enthält große Mengen guter ungesättigter Fettsäuren und weist dabei ein ideales Verhältnis zwischen Linol und alpha-Linolensäure auf, die sich besonders förderlich auf die Gesundheit auswirken. Der Anteil der "schlechten", also gesättigten Fettsäuren, ist dagegen verschwindend gering. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist Rapsöl also bestens für Menschen geeignet, die ihrem Herz-Kreislauf-System Gutes tun wollen. Aber auch alle anderen kommen auf ihre Kosten: Denn Rapsöle der neuen Generation sind nicht nur gesund, sondern auch ein Gaumenschmaus. Je nach Bedarf kann man wählen zwischen kalt gepresstem, nussig schmeckendem Öl, zum Beispiel für Salate oder geschmacksneutralem "feinem Rapsöl" zum Kochen, Braten oder Backen.
 

Migräne: Lieber vorbeugen als behandeln

Migränepatienten sollten ein Zuviel an Süßigkeiten, Fett, Kaffee, Alkohol, Nikotin und Zitrusfrüchten meiden. Diese Nahrungs- und Genussmittel stehen im Verdacht, die Reizverarbeitung im Gehirn zu stören, was einen Migräneanfall provozieren kann. Aber auch vor Stress, übermäßigem Lärm, Licht und Sonneneinstrahlung sollten sich Betroffene hüten. Außerdem empfiehlt es sich für Migräne-Geplagte dringend, regelmäßig für körperliche und seelische Entspannung zu sorgen.
Erst wenn solche Maßnahmen nicht ausreichen, können vorsorglich verschreibungspflichtige Mittel wie Betablocker, Calcium oder SerotoninAntagonisten eingesetzt werden. Außerdem kann sich der Versuch lohnen, Migräneattacken mit Pflanzenextrakten aus Pestwurz oder Magnesium vorzubeugen.
Vor oder zu Beginn eines akuten Migräneanfalls empfiehlt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft bei Erwachsenen die Einnahme von Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Paracetamol oder einer Kombination von Paracetamol mit Acetylsalicylsäure und Koffein. Der Arzt kann zur Behandlung einer Attacke auch so genannte Triptane verschreiben. Schmerzmittel sollten Migräniker aber nur bei Bedarf, nach ärztlicher Maßgabe und nicht regelmäßig einnehmen, unter anderem weil solche Medikamente bei Dauergebrauch selbst Kopfschmerzen verursachen können. Zur Behandlung von Kindern müssen Eltern den Kinderarzt befragen.
 

Krank im Sommer: Der Grippe keine Chance geben

Gerade in der heißen Jahreszeit, direkt vor dem Urlaub oder gar mittendrin stellt sich bei vielen Menschen die Sommergrippe ein. Warum das so ist, wie man es vermeiden kann und wann es gefährlich wird, lesen Sie hier.

Zu viel Sonne schadet dem Immunsystem. Dazu noch die Temperaturunterschiede, wenn zum Beispiel der erhitzte Körper ins kühle Nass des Schwimmbades taucht oder die Nächte auf der Terrasse verbracht werden. Das ist einfach zu viel für das komplizierte Abwehrsystem: Schnupfen, Husten, Fieber, Erbrechen oder Durchfall sind die Folgen der Sommergrippe, die zwar auch durch Viren ausgelöst wird und das Allgemeinbefinden erheblich beeinträchtigen kann, aber nichts mit der gefürchteten Influenza-Grippe zu tun hat. Verantwortlich für die Sommergrippe ist nicht das Grippevirus, sondern wesentlich harmlosere Erkältungsviren. Damit es nicht so weit kommt, sollte man Zugluft und starke Temperaturunterschiede meiden, nicht mit nasser oder durchgeschwitzter Kleidung herumlaufen, das Sonnenbaden nicht übertreiben und rechtzeitig abends aus der Kühle ins Zimmer oder etwas Warmes anziehen.

Die Schilddrüse: Leichtgewicht fürs Wohlbefinden

Die nur etwa 20 Gramm leichte Schilddrüse ist zwar klein, doch ihr Einfluss auf den Organismus ist riesengroß. Produziert sie nur einige tausendstel Gramm Hormon zu wenig oder zu viel, kann deshalb der Mensch auf vielerlei Arten schwer erkranken. Warum die Funktion der Schilddrüse für den Körper so wichtig ist, lesen Sie hier.

So wichtig einerseits das Jod für die Aktivität der Schilddrüse ist, so bedeutsam sind andererseits für den Organismus die beiden von ihr produzierten Hormone. Der Stuttgarter Endokrinologe Professor Dr. Rainer Hehrmann erklärte, was die beiden Hormone alles beeinflussen. Erste Hinweise auf eine nicht einwandfrei funktionierende Schilddrüse sind am Hals spürbare und später auch sichtbare Schwellungen, Probleme beim Schlucken und Druckgefühle im Hals, Hautveränderungen und ein schwer definierbares Unwohlsein. Dahinter steckt als Ursache fast immer der Mangel an Jod und somit auch an Schilddrüsenhormonen. Vorbeugend wird jedem Erwachsenen empfohlen, etwa 200 Mikrogramm Jod pro Tag zu sich nehmen, Schwangere sogar 230 und Stillende 260 Mikrogramm. Nur 70 bis 80 Mikrogramm werden jedoch tatsächlich aufgenommen.
 

Leichte Snacks für unterwegs

Endlich Urlaub. Die Koffer sind gepackt, das Auto beladen. Wenn nur nicht die lange Anreise wäre. Und die Kinder fragen schon vor dem Einsteigen, wann sie endlich da sind. Doch keine Bange: Mit einer guten Reiseplanung und dem richtigen Proviant gelangt man unbeschwert und gut gelaunt ans Ziel.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, braucht Proviant, der die Energiespeicher füllt, den Magen aber nicht belastet. Gut verträglich sind Vollkornbrote belegt mit fettarmem Streich- oder Schnittkäse oder mageren Wurstsorten wie etwa Schinken oder Gelbwurst. Knackige Gemüsebeilagen wie Möhren, Kohlrabi oder Paprika in Streifen geschnitten oder auch Radieschen regen den Stoffwechsel an. Außerdem liefern sie Vitamine und Mineralstoffe. Wichtig für Konzentration und Fitness während der Fahrt ist auch ausreichendes Trinken. Geeignete Durstlöscher für die ganze Familie sind Früchte- und Kräutertees sowie Mineralwässer oder Saftschorlen. Kaffee macht zwar vorübergehend munter, sollte aber nicht in größeren Mengen getrunken werden. Übermäßiger Kaffeegenuss führt zu innerer Unruhe, Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten.

Für Kinder sind lange Autofahrten ohnehin meist sehr anstrengend. Wenn ihnen dann noch übel ist, leiden die Kleinen erst richtig. MIt Tipps und Tricks kann man dem vorbeugen, und das Urlaubsziel möglichst angenehm erreichen.

 

Stress? Ohne mich!

Immer weiter, immer höher, immer schneller und doch nicht am Ziel: Psychotherapeuten nennen es das "Himalaja-Phänomen" und warnen vor den seelischen und körperlichen Folgen der heutigen Schnelllebigkeit, zu denen unter anderem Erschöpfung und Schlaflosigkeit gehören.

Die täglichen Anforderungen steigen. Das Tempo, in dem sie gestellt werden, wächst. Gleichermaßen klagen immer mehr Menschen über innere Unruhe, Schlafstörungen, Herzrasen oder Depressionen. Anti-Stress-Experten empfehlen: Geschwindigkeit senken, Termine einschränken, Lärmquellen ausschalten, vor allem aber Ballast abwerfen, sich von Altem trennen. Die große Entrümpelung könne Auftakt zum Abschütteln seelischer Lasten sein. Wichtig sei es zudem, "Zeitinseln" zu schaffen. Der Rat von Psychologen lautet, Ansprüche senken, nicht noch mal eben schnell zu telefonieren oder den Fernseher anzuschalten, sondern die Augen zu schließen, innezuhalten und der Frage "Was ist es, was ich wirklich will?" nachzugehen. Generell anfällig für Schlafstörungen und die sie begleitenden nervösen Symptome sind sehr leistungsbereite Menschen mit hohem Anspruch an sich selbst. Homöopathika oder Phytotherapeutika wie schlaffördernde und beruhigende Extrakte aus Baldrian, Melisse und Hopfen beziehungsweise aus Johanniskraut gegen depressive Verstimmungen und Angstgefühle bieten Hilfe. Doch grundsätzlich gilt: Wie Fieber können Schlafstörungen auch Signal für körperliche Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion, Asthma, Schlafapnoe, Rheuma, Fibromyalgie beziehungsweise Demenz oder Zeichen für ein Absinken des Östrogenspiegels in den Wechseljahren sein. Diese Ursachen müssen ärztlich ausgeschlossen oder gegebenenfalls gezielt behandelt werden.
 

Augen auf beim Sonnenbrillenkauf

Beim Sonnenbrillenkauf sollte nicht nur die modische Optik stimmen. Tönung, UV-Filter und Passform entscheiden, ob die Augen zuverlässig geschützt sind. Hier einige Tipps, worauf es bei der Auswahl einer guten, die Augen richtig schützenden Sonnenbrille ankommt.

Die entscheidenden Kriterien für eine gute Sonnenbrille sind UV-Schutz getestete Gläser, die richtige Blendschutzkategorie und der perfekte Sitz der Brille. Dokumentiert wird der Schutz vor der augenschädlichen ultravioletten Strahlung durch das auf dem Bügel angebrachte CE-Symbol. Allerdings ist dieses Siegel kein Garant für ausreichenden UV-Schutz, zumal auch Brillen mit gefälschten Siegeln im Umlauf sind. Deshalb ist es ratsam, die Sonnenbrille beim Optiker auf ihre UV-Durchlässigkeit prüfen zu lassen. Der Blendschutz ist in Kategorien von 0 bis 4 aufgeteilt und hat nichts mit dem UV-Schutz zu tun. Für mitteleuropäische Breiten eignen sich Brillen der Kategorie 2. In südlicheren Regionen, im Gebirge oder auf dem Wasser werden die Kategorie 3 empfohlen. Die entsprechende Bezeichnung findet sich jeweils an der Innenseite der Bügel. Außerdem sollten die Gläser möglichst nah vor dem Auge sitzen. Das verringert den Anteil an Streulicht. Ebenfalls sollten sie groß genug sein. Wichtig ist auch die Glasqualität. Optimal sind geschliffene Gläser. Vorsicht: Nicht jede Sonnenbrille ist zum Autofahren geeignet. Sie darf nicht zu dunkel getönt sein und Signalfarben wie Bremslichter und Ampelfarben nicht verfälschen.
 

Träger Darm: Schluss mit den Legenden!

Über Verstopfung und wie man sie kuriert halten sich hartnäckig verschiedene Legenden. Professor Dr. Stefan Müller-Lissner, Leiter der Fachabteilung Innere Medizin der Park-Klinik Weißensee, Berlin, nennt einige seiner Erkenntnisse.

Verstopfung entsteht durch zu wenige Ballaststoffe! Das gilt offenbar nur für eine kleine Gruppe von Menschen. Nur ihnen hilft eine faserreiche Nahrung. Bei vielen Verstopften liegt aber eine andere Ursache vor. Solche Patienten, bei denen der Darm nur langsam arbeitet oder deren Stuhlentleerung gestört ist, sprechen wesentlich schlechter auf Ballaststoffe an.
Viel trinken hilft gegen Verstopfung. Irrtum! Auch hierfür gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg. Eine sitzende Tätigkeit macht den Darm träge, viel Bewegung hilft ihm auf die Sprünge. Stimmt so auch nicht! Körpertraining kann zwar bei leichter Verstopfung hilfreich sein, es gibt jedoch keinen Beweis dafür, dass auch eine schwere Verstopfung dadurch gebessert wird.
Alle Abführmittel sind auf die Dauer gefährlich. Falsch! Nebenwirkungen wie vermehrter Wasser- und Mineralstoffverlust sind nur bei dauernder Überdosierung zu erwarten. Bei der im Beipackzettel der Präparate vorgesehenen Dosierung wurden sie nicht beschrieben. Auch ein erhöhtes Darmkrebsrisiko durch diese Mittel konnte bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht nachgewiesen werden.
 

Wetter und Gesundheit

Zwar macht das Wetter an sich nicht krank, aber mit zunehmendem Alter reagiert man mehr darauf, vor allem auch bei organischen Vorschäden, so Diplom-Geografin Monika Mohr vom Deutschen Wetterdienst.

Auf Menschen, die unter Herz-Kreislauf-Krankheiten leiden, wirken sich Wetterwechsel mitunter ungünstig aus. "Wenn wir Warmluft in der Höhe, so genanntes Aufgleiten, haben", so Mohr, "beeinträchtigt das die Befindlichkeit dieser Menschen. Es ist außerdem bekannt, dass bei bestimmten Wetterlagen die Neigung zum Infarkt deutlich erhöht ist." Auch Föhnwetterlagen mit plötzlichen warmen Luftströmen können Herz, Kreislauf und Psyche belasten, genauso extreme Temperaturen. Krampfartige Migräneattacken können durch Kaltluftvorstöße ausgelöst werden. Das gilt übrigens auch für Nierenkoliken. Allergene wie Pollen belasten die Atemwege, genauso auch Luftschadstoffe sowie bestimmte Klimabedingungen. Das bekommen besonders Menschen zu spüren, die an Atemwegserkrankungen wie Asthma oder chronischer Bronchitis leiden.

Nicht jeder, der in einer für ihn klimatisch ungünstigen Lage wohnt, kann jederzeit dort wegziehen. Dennoch bietet sich die Wohnortberatung beim Deutschen Wetterdienst an. "Wir wissen", so Mohr, "ziemlich genau wo sich in Deutschland Gebiete befinden, in denen man bei bestimmten Leiden bevorzugt seinen Wohnsitz nehmen sollte." Und oft könnten auch Eltern, deren Kinder beispielsweise unter Asthma leiden, den Wohnsitz klimatisch günstig wählen, wenn sie vor einer ohnehin anstehenden Wohnungssuche über passende Klimabedingungen informiert wären.
 

Wann die Mandeln raus müssen

Wenn kleine Kinder unruhige Schläfer sind, dazu häufig oder regelmäßig schnarchähnliche Geräusche von sich geben, längere Atempausen haben und tagsüber oft müde oder überdreht sind, kann dies auf vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandeln hinweisen.

Vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandeln können, auch wenn sie nicht vereitert sind, Probleme verursachen. Sie verengen die Atemwege, dies wiederum kann zu Atemnot und Schlafstörungen führen. Verhaltens- und Gesundheitsprobleme sind vor allem bei Kindern dann die Folgen. Das Pro und Contra einer Mandelentfernung sollte gerade bei kleinen Patienten sorgfältig abgewogen werden. Wichtige Gründe können die Häufigkeit antibiotikapflichtiger Mandelentzündungen sowie die Größe der Tonsillen sein. Zwar spielen die Gaumenmandeln eine Rolle bei der Immunabwehr, sind sie jedoch bei kleinen Kindern vier Mal jährlich oder öfter entzündet, sollten sie entfernt werden. Bei älteren Kindern sollten die Mandeln dann herausgenommen werden, wenn sie auf Grund ihrer Größe das Atmen behindern. Wegen der Gefahr von Nachblutungen ist ein Krankenhausaufenthalt erforderlich. Eltern sollten auf jeden Fall den Kinder- und Jugendarzt konsultieren, wenn das Kind häufiger unter Halsschmerzen leidet oder seine Atmung behindert ist.
 

Asthma – mit der richtigen Therapie gut leben

So dramatisch sich ein Asthmaanfall im schwersten Fall entwickeln kann – die Zahl dieser Notfälle lässt sich mit Hilfe von Arzneimitteln und der geschickten Kombination verschiedener Wirkstoffe deutlich verringern.

Als wirkungsvollste Langzeit-Therapeutika haben sich Kortisonsprays zum Inhalieren durchgesetzt. Sie wirken entzündungshemmend und müssen dauerhaft benutzt werden. Kortikoide in Tablettenform kommen bei schweren Asthmaverläufen zum Einsatz. Wie bei den Sprays lautet auch hier die oberste Maxime: die niedrigste, eben noch wirksame Dosis finden, aber das Mittel keinesfalls auf eigene Faust ganz weglassen!
Bronchien erweiternde Medikamente, so genannte Beta-2-Mimetika, erleichtern bei akuten Attacken das Atmen. Wer sich alleine auf die schützende Wirkung dieser Beta-2-Mimetika verlässt, riskiert jedoch, dass sich die asthmatische Entzündung unbemerkt verschlechtert. Verbraucht man mehr als zwei Sprays eines Beta-2-Mimetikums pro Monat, gilt das als eindeutiger Fingerzeig, die Therapie mit dem Arzt zu besprechen. Denn nur mit der Kombination von Kortikoiden und den Beta-2-Mimetika gelingt es, langfristig die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
 

Fitness für Unsportliche: Chancen des Alltags nutzen

Wer Sport treibt, wird es kaum verstehen: Doch viele Berufstätige finden keine Zeit für sportliche Betätigung. Aber es gibt auch im Alltag viele Wege aus der Bewegungslosigkeit. Empfohlen werden ungewöhnliche Maßnahmen: berufliche Besprechungen aktiv gestalten. Zum Bespiel ins Tretboot auf dem nahen See verlegen. Klingt unkonventionell, verläuft aber mit Sicherheit in guter Stimmung und sehr konstruktiv. Fast nebenbei kommt der Kreislauf ordentlich in Fahrt, was wiederum den Geist beflügelt und für gute Ideen sorgt.

Egal ob acht oder 80 Jahre alt, ob rundlich oder dünn, jeder kann sich bewegen und profitiert davon. Wenn das Training nicht übertrieben wird, kommen Spaß, gute Laune und ein verbessertes Körpergefühl von allein. Viele schaffen es dazu fast nebenbei, mehr Bewegung in ihren Tagesablauf einzubauen, indem sie auf den Fahrstuhl zugunsten der Treppe verzichten, kleinere Besorgungen zu Fuß oder per Fahrrad erledigen statt das Auto zu bewegen. Auch das Putzen der Wohnung verbrennt Kalorien und außerdem ist die Mittagspause eine perfekte Gelegenheit, ein wenig an die frische Luft zu kommen. Ein flotter Spaziergang – allein oder mit Kollegen – bringt den Kreislauf auf Touren.

 

Herz im Takt: Hilfe bei Rhythmus-Störungen

Häufigste Ursache für ernsthafte Störungen im normalen Herzschlagrhythmus sind Verengungen und Verhärtungen der Herzkranzgefäße, die so genannte Koronare Herzkrankheit (KHK). Bei Patienten im Alter über 35 Jahren ist die KHK in 75 Prozent der Fälle die Ursache der Rhythmusstörung.

In der Therapie setzt man zunächst an der Störung der zu Grunde liegenden Erkrankung an, also an der Koronaren Herzkrankheit, der Herzschwäche und den anderen möglichen Ursachen. Prinzipiell stehen Medikamente wie Betablocker, Calciumantagonisten, Digitalis und spezielle Antiarrhythmika zur Verfügung. Darüber hinaus haben sich viele technische Therapien etabliert, allen voran der seit 50 Jahren bekannte Herzschrittmacher bei zu langsamen (bradykarden) Herzaktionen. Seit kurzer Zeit gibt es nun auch einen Schrittmacher für die zu schnelle (tachykarde) Herzaktion, der so genannte Defibrillator. Er wird besonders den Patienten eingesetzt, die das bedrohliche Kammerflimmern schon einmal überlebt haben und jederzeit erneut davon betroffen sein können. Ein weiteres technisches Verfahren ist die Katheterablation, bei der im Herzen über einen Katheter jene Störfelder mit Hochfrequenzstrom verödet werden, die die Rhythmusstörungen auslösen. Für von Herzrhythmus-störungen bedrohte Patienten gibt es spezielle Chipkarten, mit denen sie – wo immer sie sich befinden – ein EKG aufnehmen und es per Telefon an eine dafür eingerichtete Kontrollstelle senden können. Fachleute werten es dort aus und sagen dem Patienten den Grad einer eventuellen Bedrohung und raten ihm: weitermachen wie bisher, nach Hause zurückkehren, sofort zu einem Arzt oder ins nächste Krankenhaus gehen.
 

Brustkrebs: Früherkennung besser nutzen

Obwohl gute Vorsorge eine kleine Lebensversicherung ist, sind vor allem ältere Frauen im Wartezimmer des Frauenarztes äußerst selten zu sehen. Denn leider geht von den 60-Jährigen, der Hauptrisikogruppe für Krebserkrankungen, nicht einmal mehr jede zweite Frau in Deutschland zur Früherkennung. Und danach nimmt die Teilnahme an der Vorsorge mit dem Alter weiter rapide ab. Hier einige Informationen über die Möglichkeiten und Grenzen der so genannten bildgebenden Verfahren.

Mammographie und Sonographie sind die wichtigsten bildgebenden Verfahren. Mit der Röntgendarstellung des Brustgewebes lassen sich schon Veränderungen von wenigen Millimetern Durchmesser entdecken, die sich tastenden Händen immer entziehen würden. Allerdings ist bei Frauen unter 50 Jahren die Mammographie allein nicht ausreichend, da deren Brustgewebe sehr viel dichter ist. Deswegen werden in der Regel bei jüngeren Frauen Zusatzuntersuchungen wie etwa der Ultraschall durchgeführt. Um möglichst frühzeitig Brustkrebs zu erkennen, sollten Frauen zunächst ab dem 30. Lebensjahr die von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannte jährliche Früherkennungs-Untersuchung bei einem Gynäkologen in Anspruch nehmen. Darüber hinaus ist es unbedingt ratsam, dass Frauen einmal pro Monat eine Selbstkontrolle von Brust und Achselhöhlen vornehmen. Damit das Brustdrüsengewebe und eventuelle Risikofaktoren beurteilt werden können und später Vergleichs-aufnahmen vorliegen, empfehlen Experten mit 40 Jahren eine Basismammographie durchführen zu lassen. Dann hat jede Frau im Alter zwischen 50 und 69 Jahren außerhalb der gesetzlichen Vorsorge alle zwei Jahre Anspruch auf eine Röntgenuntersuchung der Brust.
 

Blasenschwäche – Hilfe aus der Apotheke

Unnötig quälen sich viele Betroffene, wenn sie beim Lachen, Husten oder Niesen kleine Mengen Urin verlieren. In der Apotheke gibt es wirksame Hilfsmittel gegen Blasenschwäche, so dass heutzutage keiner mehr auf Aktivität und Lebensfreude verzichten muss.

Die Harninkontinenz, also der unfreiwillige Urinverlust trifft Menschen aller Altersgruppen. Meist scheuen sich Betroffene nach wie vor, über ihre Beschwerden zu sprechen. Dabei könnte den meisten erfolgreich geholfen werden, denn die Blasenschwäche ist kein altersbedingtes Schicksal. Auf jeden Fall ist der Gang zum Arzt angezeigt. Nur der Urologe und der Frauenarzt können die Ursache ausfindig machen und sie entsprechend behandeln.
Zudem gibt es in der Apotheke ein breites Sortiment an modernen Hilfsmitteln, beispielsweise Einlagen, Slips, Höschen oder spezielle Tropfenfänger für Männer. Die gebräuchlichsten Produkte sind aufsaugende Einlagen. Sie unterscheiden sich von Monatsbinden. Diese wie auch Toilettenpapier sind bei Harnverlust nicht geeignet, weil sie schnell durchfeuchten, was sich nach außen unangenehm bemerkbar macht. Besser sind Inkontinenz-Einlagen, die auch große Mengen an Flüssigkeit sicher binden. Daneben gibt es auch waschbare Inkontinenz-Unterwäsche, die im Dauergebrauch deutlich preiswerter sein kann als Einmalprodukte. Die Auswahl der Hilfsmittel richtet sich vor allem nach der Flüssigkeitsmenge und dem Tragekomfort. In Apotheken gibt es einen separate Räume für vertrauliche Gespräche. In vielen Fällen kann der Arzt die Einlagen auf Kassenrezept verordnen.
 

Im Alter selbstbestimmt wohnen

Längst gibt es mehr als nur die Wahl zwischen eigener Wohnung und Seniorenheim. Beim betreuten Wohnen lässt sich eine größtmögliche Selbstständigkeit mit seniorengerechter Hilfe verbinden.

Im Alter wird das Leben in der eigenen Wohnung manchmal beschwerlich. Dann müssen sich Senioren und ihre Angehörigen nach anderen geeigneten Wohnformen umsehen. "Betreutes Wohnen", "Wohnen mit Service", "Wohnen und mehr" und "Wohnen plus" sind nur einige Bezeichnungen für die Kombination von Wohnraum und Service für den dritten Lebensabschnitt, die sich in den letzten Jahren in Deutschland einer wachsenden Beliebtheit erfreuen. Hinter diesen Angeboten von Seniorenwohnungen mit Betreuungskonzepten oder Serviceleistungen steht grundsätzlich eine gemeinsame Idee: "So viel Selbstständigkeit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig!"
 

Schlaganfall: Druck lass nach!

Hoher Blutdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Dabei lassen sich die Werte oft auch schon ohne Medikamente senken. Besser ist es allerdings, dem Hochdruck vorzubeugen.

Die Gefährdung durch Bluthochdruck ist besonders in den Morgenstunden hoch. Als Grund nannte Professor Dr. Martin Middeke vom Blutdruckinstitut in München den starken morgendlichen Blutdruckanstieg. Daher treten Schlaganfälle oft in den frühen Morgenstunden auf.

Sehr wichtig für die Therapie des Bluthochdrucks sind Medikamente, die der Arzt verschreibt. Darüber hinaus kann jeder zusätzlich etwas gegen den Bluthochdruck tun und damit sein Schlaganfallrisiko verringern. An erster Stelle steht, Übergewicht abzubauen. Mit jedem Kilogramm weniger sinkt der untere Blutdruckwert durchschnittlich um einen und der obere um zwei Punkte (mm Hg). Außerdem mindern regelmäßig betriebener, leichter Ausdauersport und bei salzempfindlichen Menschen auch eine salzarme Kost den Blutdruck. Weiterhin sollte man versuchen, negativen Stress zu vermeiden. Um den Blutdruck im Blick zu behalten, kann man ihn beim Arzt oder auch in der Apotheke regelmäßig messen lassen. Apotheker beraten zudem beim Kauf von Geräten zur Selbstmessung des Blutdruckes zu Hause.
 

Naturmedizin für die ganze Familie

Sanfte Wirkung bei starken Beschwerden: Dafür steht die Behandlung mit Heilpflanzen. Richtig angewendet, helfen die kostbaren Gewächse zuverlässig kleinen und großen Patienten wieder gesund zu werden, und sie stellen oftmals eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung zu synthetisch hergestellten Arzneimitteln dar.

Gegen viele Beschwerden wachsen gleich mehrere Kräuter. Da ist nicht nur etwas gegen die vielen Infekte bei Kleinkindern dabei, sondern auch gegen die Spannungskopfschmerzen der Eltern und gegen die Schlafprobleme der Großeltern. Doch auch bei der Einnahme von Heilpflanzenmitteln muss einiges beachtet werden: Hustenlöser und -stiller heben sich in ihrer Wirkung auf. Deshalb: Nie beide gleichzeitig einnehmen. Babys und Kleinkindern keine Präparate mit Campher, Menthol oder Cineol verabreichen, es droht ein Atemstillstand! Menthol enthaltende Mittel können die Wirkung von homöopathischen Medikamenten herabsetzen.

Deshalb: Beides besser zeitversetzt einnehmen. Damit Leinsamen im Darm quellen kann, sollten mindestens zwei Liter täglich getrunken werden! Nicht die Geduld verlieren! Die Wirkung der meisten pflanzlichen Arzneimittel setzt erst nach mehreren Tagen kontinuierlicher Einnahme ein. Viel hilft nicht immer viel: Vorgegebene Dosierung nicht eigenmächtig erhöhen. Unklare Beschwerden nicht selbst behandeln, sondern erst vom Fachmann abklären lassen. Daher gilt auch hier der Rat: Zu Präparateempfehlungen, Risiken oder Nebenwirkungen sollte der Arzt und Apotheker gefragt werden.
 

Neuregelung bei der Finanzierung von Zahnersatz

Zum Thema Zahnersatz wird zurzeit ordentlich Stimmung gemacht – nicht zuletzt von Seiten der Privaten Krankenversicherungen (PKV): "Wer nicht privat vorsorgt, muss tief in die Tasche greifen", heißt es, oder "gesetzliche Zahnersatzleistungen weiter gekürzt". Was ist dran an dieser "Meinungsmache" zu den Veränderungen im Zuge der Gesundheitsreform – und was ändert sich im nächsten Jahr tatsächlich für die Versicherten?.

Die Finanzierung von Zahnersatz in der Gesetzlichen Krankversicherung (GKV) soll neu geregelt werden. Vorgesehen ist, dass Arbeitnehmer und Rentner die dafür nötigen, vom Einkommen abhängigen Beiträge vollständig selbst aufbringen müssen. Der Anteil der Arbeitgeber und Rentenversicherer entfällt. Diese Änderung ist mit der für das Krankengeld vergleichbar, daher sollen beide Neuregelungen gekoppelt eingeführt werden, vermutlich zum 1. Juli kommenden Jahres. Das würde den Krankenkassenbeitrag insgesamt um 0,9 Prozentpunkte erhöhen – dabei entfallen 0,4 Prozentpunkte auf den Zahnersatz und 0,5 Prozentpunkte auf das Krankengeld. Im Grundsatz sollen Leistungen für Zahnersatz weiter zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Die ursprünglich einmal geplante Kopfpauschale, die im Bereich des Zahnersatzes einen vom Einkommen unabhängigen Pauschalbeitrag für alle Versicherten vorsah, wurde verworfen. Auch die freie Wahl zwischen einer gesetzlichen und privaten Zahnersatzversicherung ist für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen nicht mehr vorgesehen.
 

Verstopfung muss nicht sein!

Strammer Bauch, Völlegefühl, unregelmäßige Verdauung, harter Stuhlgang – so wird das Tabuthema Verstopfung umschrieben. Jeder Dritte über 60 Jahre leidet darunter, Frauen eher als Männer. Der Alltag hält eine ganze Reihe von Möglichkeiten bereit, dem Darm seine Arbeit zu erleichtern.

Mehr Bewegung, mehr Flüssigkeit, genügend Gemüse und Vollkornprodukte und / oder eine tägliche Toilettenroutine zur immer gleichen Zeit könnten den Darm schon etwas besser erziehen. Auch morgens auf nüchternen Magen ein Glas warmes Leitungswasser zu trinken, macht dem Darm Eile. In der Apotheke findet man zusätzlich Quellstoffpräparate, beispielsweise Kleie, die man in Joghurt rühren kann, Leinsamen oder Ballaststofftabletten. Sie alle erhöhen das Volumen im Darm. Auch Mittel wie Bittersalz oder Lactulose helfen ähnlich, indem sie zusätzlich Wasser im Darm binden und so den Darm füllen. Durch mehr Volumen im Darm soll man stärker und öfter "müssen", ohne mehr Nahrung zu verzehren. Bei hartnäckiger Verstopfung oder wenn starkes Pressen andere Schäden verursachen würde, oder wenn sich jemand wegen einer Erkrankung nicht mehr richtig bewegen kann, dann müssen vorübergehend manchmal auch stärkere Abführmittel sein, die es mit dem entsprechenden Rat in der Apotheke ohne Rezept gibt. Besonders bei hartem Stuhlgang helfen Gleitzäpfchen mit Glycerin. Auch Substanzen, die die Darmwand reizen, fördern die Darmbewegung.
 

Gesundheits-Check: Selbstverantwortung ist gefragt

Wer sich nicht krank fühlt, geht auch nicht zum Arzt. Das kann ein Fehler sein. Gerade schwerwiegende Erkrankungen wie Diabetes, Krebs oder Herz-Kreislauf-Krankheiten zeigen anfangs keine oder nur harmlose Beschwerden. Auch die bestehenden Vorsorgeuntersuchungen werden selten genutzt. Und das, obwohl eine rechtzeitige Diagnose die Heilungschancen der Patienten verbessert.

Oft genügen zunächst einfache Teststreifen, um die wichtigsten Organe und Blutwerte diskret zu Hause zu überprüfen. Solchen Mini-Heimlabors genügt ein Blutstropfen oder ein Gläschen Urin, um beispielsweise gefährliche Magenbakterien aufzuspüren, die Nieren zu testen oder Diabetes zu erkennen. Auf Fernreisen lässt sich mittels Teststreifen eine harmlose fieberhafte Erkältung von der gefährlichen Malaria unterscheiden. Und Frauen in den mittleren Jahren können mittels Urintest feststellen, ob sie bereits in den Wechseljahren sind. Alle diese Test-Kits kann jedermann in der Apotheke kaufen.
 

Ein wenig Training tut jedem Herzen gut

Schon eine halbe Stunde flottes Gehen täglich - oder wenigstens jeden zweiten Tag - verleiht einen gewissen Schutz vor Herz-Kreislaufkrankheiten. So jedenfalls Professor Aloys Berg, Chefarzt der Abteilung Prävention, Rehabilitation und Sportmedizin an der Universitätsklinik in Freiburg.

Dem Herzen zuliebe sollten sich Frauen und Männer deshalb ein kleines Übungsprogramm zusammenstellen.

Der Tagesablauf vieler Menschen gleicht einem Sitzmarathon: Vom Frühstückstisch ins Auto, vom Auto an den Schreibtisch, vom Schreibtisch in die Kantine, wieder an den Schreibtisch, dann ins Auto und schließlich vor den Fernseher oder Computer.
Doch Aktivität ist auch im Alltag gefragt: Rolltreppen und Aufzüge möglichst links liegen lassen und kleinere Strecken auch mal zu Fuß zurücklegen. Und wer noch mehr tun möchte: Geeignete Fitnessübungen sind Ausdauer-Sportarten, wie etwa Jogging, Walking, Nordic-Walking, Schwimmen, Radfahren, Wandern. Ganz wichtig ist auch ein seelisches Trimm-dich-fit: Denn unter Kummer leidet stets auch das Herz. Daher der Rat: Die Seele baumeln lassen und sich in Gelassenheit und heiterer Ruhe üben.
 

Allergisch aufs Essen: Wege zum Genuss ohne Reue

Immer mehr Menschen leiden unter Allergien oder Unverträglichkeitsreaktionen. Dabei spielen Nahrungsfaktoren eine wesentliche Rolle. Die große Frage der Betroffenen lautet immer "Was kann ich nun essen, wie soll ich mich ernähren?".

Für die allgemeine Zunahme von Allergien gibt es drei vorrangige Ursachen: verschmutzte Luft, zu viel Hygiene und Wohnräume mit nur geringem Luftaustausch und damit einer Ansammlung potenzieller Allergene wie dem Kot von Hausstaubmilben. Speziell Allergien auf Nahrungsmittel treten oft auch in Zusammenhang mit einer Pollenallergie auf. Der Grund: Allergieauslösende Substanzen in bestimmten Pollen haben Pendants in jeweils bestimmten Nahrungsmitteln. Die bei Pollenallergikern oft hilfreiche Hyposensibilisierung schlägt bei Nahrungsmittelallergikern kaum an. Bei Kreuzallergien allerdings werden in der Hälfte der Fälle nach einer Hyposensibilisierung auf Pollen auch Lebensmittel wieder besser vertragen, so Professor Dr. Karl-Christian Bergmann, Bad Lippspringe.

Menschen, die schon einmal mit Atemnot oder gar Kreislaufversagen auf den Genuss eines Nahrungsmittels reagiert haben, sollten immer ein Notfallset bei sich haben. Saloga: "Es enthält ein Antihistaminikum, ein Kortison-Präparat und eventuell ein Mittel mit Adrenalin, das bei massivem Blutdruckabfall gespritzt werden muss. Für Asthmatiker gehört noch ein die Bronchien erweiterndes Spray dazu."
 

An den richtigen Ecken sparen

Praxisgebühr, Zuzahlungen bei Medikamenten, gestrichene Leistungen: die Gesundheitsreform macht sich im Geldbeutel der Patienten bitter bemerkbar. Lesen Sie hier, was jetzt jeden beim Arzt, in Apotheken, im Krankenhaus oder bei der Krankenkasse erwartet, wo man auf keinen Fall ohne Geld hingehen sollte und wie das Sparschwein prall wird.

Sparen ohne zu schaden – das geht auch in Sachen Gesundheit. Reiner Geiz dagegen kann krank machen. Seit dem Start der Gesundheitsreform fallen pro Quartal zehn Euro Praxisgebühr an. Bei vielen Vorsorgeuntersuchungen entfällt allerdings die Gebühr. Das gilt auch für Impftermine. Doch kommt bei den Untersuchungen etwas ans Licht, was weiterbehandelt werden muss, sind die zehn Euro fällig. Deshalb spart es Geld, die jährlichen Vorsorge-Checks möglichst in ein Quartal zu terminieren und sich gegebenenfalls weiter überweisen zu lassen. Bestenfalls wird so die Gebühr nur einmal kassiert. Einsparung: 10 bis maximal 30 Euro pro Jahr. Auch bei den Apotheken gibt es Änderungen: Patienten beteiligen sich mit zehn Prozent pro Medikament an den Kosten, mindestens aber mit fünf und höchstens mit zehn Euro. Rezeptfreie Medikamente müssen Verbraucher in der Regel komplett selbst bezahlen. Da es keine Preisbindung mehr gibt, können Apotheker die Preise selbst festlegen, zu gravierenden Preisveränderungen kam es bisher allerdings nicht dadurch. Wie clevere Patienten insgesamt nicht mehr, als unbedingt nötig zahlen – erfahren Sie in der "Neue Apotheken Illustrierte / Gesundheit". Das Heft liegt in zahlreichen Apotheken zur Mitnahme aus.
 

Der Weg zur Kur

Bevor man als Kurgast richtig entspannen kann, gilt es, manche Hürden zu überwinden, um die Kur überhaupt bezahlt zu bekommen. Doch selbst in Zeiten knapper Kassen sollte man berechtigte Ansprüche um seiner Gesundheit willen durchsetzen.

Ablauf der Beantragung:
1. Besuch beim Haus-, Fach- oder Betriebsarzt, der die medizinische Notwendigkeit prüft und mit einem Attest bescheinigt. Bei der Krankenkasse gibt es die notwendigen Antragsformulare.
2. Erwerbstätige reichen die Anträge mit ärztlichem Attest und Wünschen zu Ort und Zeitpunkt der Kur bei ihrer Rentenversicherung ein, wenn eine stationäre Kur oder eine ambulante Rehabilitationskur gewünscht wird. Ambulante Vorsorgeleistungen beantragt man bei der Krankenkasse. Nicht Erwerbstätige wie Hausfrauen, Rentner, Kinder oder Studenten reichen die Anträge für alle Kuren stets bei ihrer Krankenkasse ein.
3. Der Kostenträger prüft den Antrag. Wird dieser genehmigt, teilt die Kasse oder der Rentenversicherer den Ort und die Kureinrichtung mit. Letztere legt dann den Termin der Kur fest. Bei ambulanten Vorsorgemaßnahme wählt man den Kurort, Zeit und Unterbringung selbst und bespricht seine Wünsche mit der Kurverwaltung.
4. Wird der Antrag abgelehnt, kann man beim Kostenträger Widerspruch einlegen. Wird der Antrag erneut abgelehnt, bleibt nur noch die Klage vor einem Sozialgericht.
 

Notfall-Tipps nach Bienenstich

Ein Bienen- oder Wespenstich ist nicht nur lästig, sondern bei manchen Menschen hat er ernstzunehmende gesundheitliche Konsequenzen.
Auf jeden Fall sollten Insektengift-Allergiker immer ein spezielles Notfall-Set bei sich haben, um im Bedarfsfall keine Zeit zu verlieren. Besonders Autofahrer mit einer Insektengift-Allergie, die nicht nur sich, sondern auch andere gefährden könnten, sollten das Set stets griffbereit aufbewahren. Es enthält ein rasch wirkendes Antihistaminikum, ein Kortison-Präparat sowie Adrenalin zur Inhalation. Unmittelbar nach dem Stich werden das Antihistaminikum und das Kortikoid eingenommen. Nur bei Atemnot, wenn die Zunge anschwillt oder Kreislaufbeschwerden auftreten, wird das Adrenalin-Spray angewendet.
 

"Sprich anständig!" "Stottere nicht rum!"

Besorgt beobachten Fachleute seit einigen Jahren eine deutliche Zunahme der Sprachstörungen bei Kindern. Jedes fünfte deutsche Kind im Alter von vier Jahren zeigt Defizite bei der Sprachentwicklung. Sie stottern, stammeln oder lispeln. Sie verdrehen Sätze, haben Schwierigkeiten beim Satzbau, und der Wortschatz scheint sich nicht zu erhöhen. Kinderärzte können klären, ob es sich nur um eine Verzögerung handelt oder ob die Sprachentwicklung tatsächlich gestört und eine sprachtherapeutische Behandlung erforderlich ist.

Richtiges Sprechen muss wie viele andere Fähigkeiten im Kindesalter erlernt werden. Auch hier gilt das Sprichwort: "Übung macht den Meister". Ein Kind lernt schneller richtig zu sprechen, wenn es viel Gelegenheit bekommt, seine Sprache zu üben. Wenn Eltern deutlich, in klaren kurzen Sätzen mit ihrem Kind reden, legen sie wichtige Grundsteine für die spätere Sprachentwicklung. Fehlen diese, zum Beispiel, weil das Kind schlecht hört, können Sprachstörungen entstehen. Zudem müssen Eltern die Voraussetzungen für die ungestörte Entwicklung der Mundmotorik schaffen. Alles was die Kau- und Zungenbewegung ermöglicht, fördert die Motorik. Saugerflaschen und Schnuller sollten deshalb ab einem Alter von zweieinhalb Jahren nicht mehr benutzt werden. Wichtig ist auch die Auswahl der Speisen. Kinder brauchen Nahrungsmittel mit Kauwiderstand. Mit Hamburger oder Kartoffelbrei wird die Kaubewegung nicht trainiert. Das kann Artikulationsstörungen zur Folge haben.
 

Herz-Alarm bei Sommerhitze

Sonne und Wärme sind der Seele Balsam, der Körper steht aber gewaltig unter Stress. Vor allem Menschen mit Herzproblemen müssen im Sommer besonders auf ihre Gesundheit achten. Es wird empfohlen: Richtig trinken, leicht essen, angepasst bewegen und Medikamente richtig dosieren sowie vor Wärme schützen.


Herzkranken bereitet im Sommer die Medikamenteneinnahme oft Probleme. Weil die Wärme den Blutdruck senken kann, müssen laut der Herzstiftung blutdrucksenkende Medikamente im Sommer oft etwas reduziert werden. Änderungen sind jedoch mit dem Arzt abzusprechen.

Bei Sonnenschein können zum Beispiel das Herzarzneimittel Amiodaron, das Antibiotikum Doxycyclin und Johanniskraut Hautrötungen und –reizungen hervorrufen! Im Schatten aufhalten, gut eincremen und einen Sonnenhut tragen bringt hier Sicherheit.
Auch Medikamente leiden bei Temperaturen über 25 Grad Celsius. Beispiele: Zäpfchen schmelzen, Klebstoffe von Arzneipflastern verlieren ihre Haftfähigkeit, die Schutzhülle von Dragees kann erweichen. Deshalb: Arzneimittel nicht im Auto liegen lassen, bei längeren Fahrten in eine Kühltasche packen, bei hohen Temperaturen in der Wohnung im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren.
 

Das kleine 1x1 für Eltern zum Schulanfang

Wenn im August / September die Schulglocke wieder läutet, heißt es für die ABC-Schützen: Der Ernst des Lebens beginnt! Was in die Schultüte gehört, welche leckeren Brotbeläge für die Pause geeignet sind und wie die jungen Schulprofis gesund durch den Schulalltag kommen, darauf macht dieser Artikel Eltern und Großeltern aufmerksam.

– Der erste Schultag sollte feierlich begangen werden. Dazu gehört eine Schultüte. Um den Kleinen den Start auch ohne Zucker zu versüßen, eignen sich gesunde Leckerein wie Müsliriegel, Obst und Trockenfrüchte. Auch peppige Brotdosen und Trinkflaschen für die künftige Pausenverpflegung oder Malhefte, Stifte, Anspitzer etc. mit den Motiven wie der Diddelmaus, Janoschtieren, Harry Potter oder Pokémonsfiguren kommen bei den Kleinen gut an. Auch ein Gutschein für das Kinderkino oder einen Zoobesuch steht hoch im Kurs.

– Manche Kids machen bereits auf dem Schulhof schlapp. Damit der tägliche Weg zur Schule nicht zur Last wird, ist ein gut sitzender Ranzen wichtig. Leer sollte er nicht mehr als 1,2 Kilo wiegen, über breite Trageriemen verfügen und für mehr Verkehrssicherheit mit reflektierenden Flächen versehen sein. Ist der Schulranzen breiter als der Kinderrücken oder hängt er zu tief, leidet die Wirbelsäule.

– Für einen guten Start in den Schultag sorgt ein vollwertiges Frühstück zu Hause. Kinder, die frühmorgens noch keinen Appetit haben, können in der Pause ihre Akkus wieder auffüllen. Ein gutes Pausenbrot liefert Energie ohne zu belasten. Bitte nicht jeden Tag Stulle und Apfel! Kinder lieben die Abwechslung. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt.
 

Gesunde Gelenke: den Schmerz aufs Kreuz legen

Eine falsche Drehung, eine ruckartige Bewegung - und schon ziehts höllisch im Kreuz. Manchen bereitet das Knie beim Treppensteigen Probleme, anderen schmerzt die Schulter oder der steife Nacken: Gelenkbeschwerden sind Volkskrankheit Nummer 1. Wie kann man vorbeugen? Was kann man dagegen tun? Operation ja oder nein? Welche Alternativen gibt es? Lesen Sie hier Auszüge, was in der Orthopädie heute alles möglich ist, um schmerzfrei beweglich zu bleiben.

Rund 55 Prozent der Patienten in einer orthopädischen Praxis leiden an Wirbelsäulen-Beschwerden. Etwa 30 Prozent sind Kniepatienten und der Rest hat Schmerzen in der Schulter, Probleme mit den Sprung- oder kleinen Hand- und Fußgelenken. Heute bieten bessere Medikamente mit breiterem Wirkungsspektrum eine erfolgreiche Behandlung und vermindern Risiken – zum überwiegenden Teil kommt man ohne kortisonhaltige Substanzen aus, erklärt Dr. Hubert Buchner, Orthopäde und Sportmediziner. Außerdem gibt es neue Operationsmethoden, die weniger verletzen, also mit kleineren Hautschnitten auskommen. Das trifft insbesondere bei Operationen an der Wirbelsäule und an den großen Gelenken wie Kniegelenken und Schultergelenken zu. Hier können überwiegend "Nadelöhr-Operationen" eingesetzt werden - die Verletzung der Haut ist auf minimale Einschnitte begrenzt, das bedeutet eine viel schnellere Genesung als früher.
 

Hau(p)tsache glatt und seidig:
Körperhaare abends kappen


Alle Enthaarungsmethoden reizen die Haut. Deshalb sollten sie abends durchgeführt werden, um der Haut Zeit zur Erholung zu geben. Eine Pflege mit feuchtigkeitsspendenden Lotionen ist unerlässlich. Auf frisch enthaarte Achselhöhlen darf kein Deodorant aufgetragen werden. Hier hilft ein kühlender Körperpuder. Diese Ratschläge sollten Frauen beherzigen, die an einer übermäßigen Behaarung, ob im Gesicht oder am Körper leiden.

Ein Zuviel an Haaren auf dem Kopf wird als schön empfunden, aber an den Armen, Beinen oder in der Bikinizone? Ganz schlimm wird es, wenn sich auf der Oberlippe ein Damenbart zeigt. Auch junge Männer sind heutzutage über einen stark behaarten Rücken nicht unbedingt erfreut. Und spätestens, wenn sich die ersten Sonnenstrahlen zeigen, beginnt für viele der Frust.

Eine Haut wie Samt und Seide. Makellos, glatt – und haarlos. Ein ewiges Schönheitsideal für viele. Ob temporär oder permanent - Möglichkeiten der Haarentfernung gibt es viele. Für welche man sich entscheidet, hängt vom gewünschten Ergebnis ab.
 

Schwindel – das Chaos im Kopf

Es dreht sich alles, die Erde schwankt, der Boden gibt nach. Das ist nicht die Beschreibung für ein Erdbeben, sondern das ganz persönliche Chaos im Kopf eines Menschen mit Schwindelsymptomen. Schwindel - dazu gehören sehr unterschiedliche Empfindungen, die alle eines gemeinsam haben: Der Mensch verliert die Orientierung im Raum. Doch keine Sorge: die meisten Varianten des Schwindels sind harmlos und lassen sich erfolgreich behandeln.

Die Ursachen sind sehr vielfältig, entsprechend auch die Behandlung. Diese erfordert, je nach Auslöser, das Zusammenspiel von neurologischen, physiotherapeutischen, medikamentösen oder gar chirurgischen Maßnahmen. Bei Schwindel infolge von Reiseübelkeit helfen Antiemetika, die es zum Teil auch ohne Rezept in der Apotheke gibt. Bei Schwindel infolge von Durchblutungsstörungen des Gehirns werden auch Extrakte von Ginkgo biloba eingesetzt.
 

Homöopathie: Was krank macht, kann auch heilen

Während die klassische Medizin ein Gegenmittel gegen Krankheiten sucht, wird in der Homöopathie Gleiches mit Gleichem bekämpft. Hochverdünnte Wirkstoffe in Kügelchen, Tabletten; Salben und Lösungen sollen gegen Schmerzen oder chronische Krankheiten helfen.

Viele Menschen möchten ihre Leiden mit homöopathischen Präparaten selbst behandeln, doch wie geht das eigentlich? Wenn beispielsweise jemand unter Unruhe und Schlafstörungen leidet, wird der klassische Mediziner ein beruhigendes Mittel verordnen. Das kann auch ein pflanzliches Mittel sein, z.B. Baldrian. Hahnemann hätte dem Unruhigen dagegen das genaue Gegenteil empfohlen - beispielsweise Kaffee. Der Trick dabei: Der Kaffee müsste schrittweise so stark verdünnt werden, dass er bereits durchsichtig wie Wasser aussieht. Die geringe Dosierung, "Potenz” genannt, soll aber ausreichen, dem Körper das Signal zu geben, das Leiden selbst zu bekämpfen. Dabei gilt die Faustregel: Je stärker die Verdünnung, desto stärker die Reizwirkung auf den Organismus. Den Grad der Potenzierung zeigen die Kürzel, wie etwa D12 oder C30.
 

Sanft einschlafen mit Heilpflanzen

Vom Baldrian bis zur Honigmilch – bei leichter Schlaflosigkeit helfen alte Hausmittel und Heilpflanzen.

Wer nur gelegentlich schlecht schläft, kann sich oft mit einfachen Mitteln selbst helfen. Oft wirkt bereits ein Glas Milch mit Honig vor dem Zubettgehen. Milch enthält den Eiweißbaustein Tryptophan, eine Vorstufe des schlaffördernden Botenstoffes Serotonin. Kohlenhydrate kurbeln die Produktion an.
Wenn das nicht hilft, bieten pflanzliche Produkte eine "gesunde" Alternative zu den chemischen Medikamenten: Baldrian, Melisse, Passionsblume und Hopfen fördern das Ein- und Durchschlafen auf natürliche Weise. Bewährt haben sich Dragees oder Tropfen, in denen die Wirkstoffe verschiedener schlaffördernder Heilpflanzen in einer ausgewogenen Mischung enthalten sind. Um ihre Wirkkraft optimal auszunutzen, sollten Schlaflose jedoch folgende Regeln einhalten:

- Pflanzliche Arzneimittel müssen regelmäßig eingenommen werden. Nur so baut sich eine wirksame Konzentration der Inhaltsstoffe im Körper auf.
- Man sollte sich zwei bis drei Wochen gedulden. Meist wirken die Präparate erst nach diesem Zeitraum.
- Stehen mehrere Präparate eines Pflanzenextraktes zur Auswahl, sollte demjenigen mit dem höchsten Extraktgehalt der Vorzug gegeben werden.
 

Entspannung: Sich Auszeiten zur Erholung gönnen

Der weibliche Perfektionismus kann Frauen an ihre körperlichen Leistungsgrenzen führen. Die alltäglichen Aufgaben beginnen dann zu überfordern. Eine "Auszeit" ist wichtig und nötig für das Wohlbefinden und die Gesundheit, und lässt Frauen ihre Batterie wieder aufladen und neue Energie tanken.

Mußestunden sind nicht aller Laster Anfang, sondern eine Voraussetzung für körperliches Wohlbefinden und innere Ausgeglichenheit. Frauen haben in den vergangenen Jahrzehnten viel erreicht: Karriere, Kinder, Abenteuer – alles ist möglich. Trotzdem bleibt das Besinnen auf die eigene stabile Gesundheit häufig auf der Strecke. Ob es ums Entschlacken geht oder darum, die innere Balance wiederzufinden, eine neue Sportart zu lernen, Übergewicht loszuwerden, Krankheiten vorzubeugen oder einfach etwas für die Schönheit zu tun, stets ist die Entspannung eine wichtige Grundlage.
 

Aufklärung durch Gleichaltrige

Immer mehr Teenager werden ungewollt schwanger. Mehr als 7000 minderjährige Mädchen brachten im Jahr 2000 in Deutschland Nachwuchs zur Welt - rund 45 Prozent mehr als 1998. Viele davon waren noch nicht einmal 14 Jahre alt. Um Kinderschwangerschaften wirkungsvoll zu verhindern, sollen laut Marlene Rupprecht, SDP-Bundestagsabgeordnete und Mitglied der Kinderkommission im Deutschen Bundestag, zukünftig auch die etwa 18- bis 20-Jährigen für die Sexualaufklärung ausgebildet werden.

Der Austausch innerhalb der jüngeren Generation sei heute deshalb dringend notwendig, sagte Rupprecht während einer Fachtagung in Leipzig, weil häufig die Familie in ihrer Rolle als eigentlich zuständige Institution für die Aufklärung der Kinder versagt. Darüber hinaus sei klar, dass Jugendliche oder junge Erwachsene mit ersten sexuellen Erfahrungen ein gutes Gespür dafür haben, was Jüngere, die das "erste Mal" noch vor sich haben, an Auskünften erwarten. Ältere Erwachsene sind dafür wohl nicht immer die geeignetsten Ansprechpartner.

 

Ayurveda: Bewusst gesund leben und sanft heilen

Zu viel Kaffee getrunken? Muskatnusspulver mit Kardamom hilft. Und wenn die Zunge Mitte rechts geschwollen ist, sieht die Leber ähnlich aus. Was für Europäer abenteuerlich klingt, praktizieren die indischen Heiler seit Jahrtausenden. Ayurveda hält Einzug in Wellness-Clubs und -Kliniken, und findet eine ständig wachsende Anhängerschaft.

Alles hängt vom persönlichen Konstitutionstyp ab - Gesundheit, Aussehen, Talent, Charisma, Glück in der Liebe, Erfolg im Beruf. Kern dieser Lehre bilden drei Lebenskräfte, auch Doshas genannt, die in jedem Menschen mehr oder weniger stark wirken und seine individuelle Verfassung bestimmen:

- Vata-Menschen sind leicht nervös oder hektisch, sie handeln zumeist schnell und einfallsreich. Ihr dünner Körper fröstelt leicht und nimmt schwer zu. Störungen zeigen sich bei ihnen vor allem als Schlaflosigkeit, Magenschmerzen, Verstopfung und Psychosen.
- Pitta-Menschen gelten als temperamentvoll, kritisch und reizbar. Sie weisen einen mittleren Körperbau auf. Ihre Haut hat vermehrt Sommersprossen und Pickel. Die Haare ergrauen früh oder fallen aus. Die Betroffenen leiden z. B. häufiger unter Entzündungen, Hauterkrankungen und verstärktem Schwitzen.
- Kapha-Menschen werden als treu, anhänglich und gelassen beschrieben. Ihr Körper ist kräftig und nimmt schnell an Gewicht zu. Sie lassen sich nicht leicht aus der Ruhe bringen, benötigen jedoch auch viel Schlaf. Bei einer Störung nimmt dieses Bedürfnis noch zu. Sie leiden dann unter einer Lethargie, chronischer Erschöpfung und Niedergeschlagenheit.
Geraten die Doshas aus dem Gleichgewicht, gibt es typgerechte Therapien.
 

Asthmaspray wird oft falsch angewendet

Asthmasprays und andere so genannte Dosieraerosole werden häufig falsch angewendet.

Dosieraerosole sind aus der Behandlung einiger Atemwegserkrankungen nicht mehr wegzudenken. Richtig angewendet setzen die Sprays eine genau dosierte Wirkstoffmenge als feinen Nebel frei, der so tief in die Lunge gelangen kann. Damit die Medikamente ihre volle Wirkung entfalten können, lesen Sie hier folgende Anwendungstipps:

Spray vor jeder Anwendung kräftig schütteln, Dose "kopfüber” halten, langsam tief einatmen, dabei gleichzeitig den Sprühstoß auslösen, Luft fünf bis zehn Sekunden anhalten, dann durch die Nase ausatmen. Sollen Kortikoide inhaliert werden, oder müssen Kinder das Spray benutzen, können Inhalierhilfen so genannte Spacer, in verschiedenen Ausführungen und Größen hilfreich sein. Eine solche Hilfe gestattet es, die Auslösung des Sprühstoßes und das Einatmen nacheinander durchzuführen.

 

Rund ums Osterei: Abgeschreckte Eier verderben schneller!
Haltbarkeit hängt auch von Lagerungsbedingungen ab


Ausgepustet und angemalt, gekocht und gefärbt - der alte Brauch, Ostern Eier zu verschenken, hat sich bis heute gehalten. Dabei nimmt die Art der Färbung, die Lagertemperatur und das Verfahren des Abschreckens der Eier entscheidenden Einfluss auf die Haltbarkeit.

Abschrecken: Der altbekannte Hausfrauentrick hat ausgedient. Eier sollten nach dem Kochen nicht in kaltes Wasser gelegt werden, denn dadurch verderben sie viel schneller, und besser schälen lassen sie sich deshalb auch nicht. Also fort mit diesem alten Zopf, wenn es um Ostereier geht. Die folgenden Empfehlungen gibt das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BAG):

- Zum hart Kochen vorzugsweise 7 bis 14 Tage alte Eier verwenden.
- Eier mit möglichst glatter Oberfläche wählen.
- Eier je nach Größe und Ausgangstemperatur 10 bis 12 Minuten hart kochen.
- Eier nach dem Kochen nicht abschrecken.
- Hart gekochte und abgeschreckte Eier sind bei Raumtemperatur nur wenige Tage haltbar, gekühlt etwa ein bis zwei Wochen.
- Hart gekochte, nicht abgeschreckte Eier können, sofern die Schale intakt ist, dagegen einige Wochen bei Raumtemperatur gelagert werden.
- Hart gekochte industriell gefärbte Ostereier sind aufgrund eines Schutzlackes bei Raumtemperatur sogar mehrere Monate haltbar.
 

Die Geheimnisse fernöstlicher Medizin
Yin und Yang - Keine Zauberei, sondern traditionelle Medizin


Mit Akupunktur und Kneipp, mit Essenzen aus Pflanzen, mit natürlichen Tinkturen und homöopathischen Heilsäften kurieren immer mehr Menschen ihre Leiden, gegen die die klassische Medizin häufig keine Hilfe weiß. Die alternativen Heilkünste sind auf dem Vormarsch.

Für viele steht das schwarz-weiße Yin-und-Yang-Zeichen für die Hippie-Kultur der 70er Jahre. Naturheilkundler verbinden damit mehr. Es ist das Zeichen für die polaren Grundprinzipien, aus deren Wechselspiel alle Dinge des Universums - also auch der Mensch - bestimmt sind. Bei einem kranken Menschen ist dabei das natürliche Gleichgewicht aus der Balance geraten, das durch entsprechende Gegenregulation wieder hergestellt werden kann. Vereinfacht funktioniert die chinesische Diagnostik so: Der Arzt prüft bei dem Patienten, ob die acht Parameter Innen-Außen, Kälte-Hitze, Leere-Fülle, subsumiert unter Yin und Yang, im Gleichgewicht stehen. Bei einem Ungleichgewicht geht man von einer Energieflussstörung aus, die aufgehoben werden muss.

 

Runter mit dem Blutdruck: Ein Training in 7 Schritten

Menschen mit hohem Blutdruck sind oft Genießer. Hier ein Trainingsprogramm, das an diesen Grundfesten nichts ändern will und doch zur Blutdrucksenkung beiträgt. Wer sich die folgenden Schritte vornimmt, senkt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich.

1. Essen und Trinken genießen und dabei abnehmen: Wer mit einem hohen Cholesterinspiegel kämpft, schränkt am besten tierische Nahrungsmittel ein und verwendet pflanzliche Öle statt Butter und Schmalz.
2. Spaß statt Stress: Um das Stresshormon Adrenalin aus dem Körper zu bekommen, hilft Bewegung die Freude macht: Zum Beispiel Spaziergänge, Wandern oder nach der Lieblingsmusik durch die Wohnung tanzen.
3. Seele ins Lot bringen: Loslassen heißt das Zauberwort, wenn wir faktisch unerreichbaren Zielen nachlaufen.
4. Selbst messen motiviert: Wer diese Schritte zur Senkung des Blutdruckes geht, will den Erfolg sehen.
5. Die richtigen Arzneimittel: Ganz wichtig ist die regelmäßig Einnahme! Auslassen lässt den Blutdruck wieder gefährlich ansteigen. Dosisreduktionen, zum Beispiel, weil Abnehmen und Bewegung Erfolg zeigen, mit dem Arzt besprechen.
6. Die Natur nutzen: Sinnvoll sind pflanzliche Arzneimittel, etwa Knoblauch-, Artischocken-, oder Curcumaextrakte und Omega-3-Fettsäuren beziehungsweise Fischölkapseln
7. Die langjährige Kontrolle: Neben dem Blutdruck sollten Hochdruckkranke sich immer wieder selbst kontrollieren, ob die guten Vorsätze noch eingehalten werden. Wenn nicht: dieses Programm Schritt für Schritt wiederholen.
 

Heilfasten: Energiekick statt Hungerkur

Mit dem Aschermittwoch ist auch wieder für viele die Fastenzeit gekommen. Wer Körper und Seele Gutes tun will, tritt jetzt etwas kürzer. Doch Achtung! Ärzte und Ernährungswissenschaftler warnen vor verkehrtem und damit ungesundem Ehrgeiz.
Wer mit unkontrolliertem Fasten oder einer Nulldiät gegen Katerstimmung und Jeckenspeck angeht, riskiert gesundheitliche Beschwerden, da der Körper Energiereserven auch aus dem Muskeleiweiß von Organen bezieht. Gar nicht oder nur unter intensiver ärztlicher Betreuung fasten sollten Menschen, die an schweren akuten oder chronischen Erkrankungen leiden, dauerhaft Medikamente einnehmen müssen, an Esssucht, Magersucht oder Bulimie leiden, unter großem Stress stehen oder an Depressionen oder psychischer Labilität leiden. Kinder, die sich im Wachstum befinden, sowie schwangere und stillende Frauen sollten regelmäßig und ausgewogen essen. Auch gesunde Erstfaster sollten ihren Arzt von ihrer Absicht informieren und gegebenenfalls einen Check-up machen lassen. Blutdruck, Kalium- und Magnesium-Werte und die Harnstoffkonzentration im Blut sollten vom Arzt vor dem Fasten überprüft werden.
Natürlich verliert man bei einer Fastenwoche auch Gewicht. Wer aber nach den Aufbautagen weiterschlemmt wie zuvor, der hat die Pfunde auch schnell wieder drauf. Die Idee beim Fasten ist, Gifte und Schlacken, die sich im Körper angereichert haben (nicht zuletzt durch unvernünftige Ernährung), loszuwerden und damit Erkrankungen vorzubeugen sowie das Wohlbefinden zu steigern. Außerdem hilft die Erfahrung, auf liebgewonnene Genüsse verzichten zu können, hinterher bewusster zu essen. Das funktioniert, weil Fasten eben nicht "Hungern" ist.
 

Alarmierend: Jeder dritte Deutsche hat Allergien

Hasel, Erle, Birke, Hausstaubmilben und Tierhaare: Bereits jeden dritten Deutschen quält die eine oder andere Allergie. In Deutschland sind etwa 24 bis 32 Millionen Menschen allergisch vorbelastet, zwölf Millionen haben allergischen Schnupfen und cirka vier Millionen Bundesbürger leiden an einem allergischen Asthma bronchiale. Etwa 43 Prozent der Patienten mit allergischem Schnupfen entwickeln nach durchschnittlich acht Jahren ein Bronchialasthma.

Während Heuschnupfen die Betroffenen ein paar Monate piesackt, leiden Hausstaub-Allergiker das ganze Jahr. Das ist schon schlimm genug. Doch können unzureichend behandelte Allergien schwerwiegende Folgen haben. Bereits heute ist diese gefährliche Erkrankung der Atemwege die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Daher ist der rechtzeitige Gang zum Arzt so wichtig.
 

Im Krankenhaus: Lebensretter Insulin
Blutzucker senken nach Herzinfarkt erhöht Überlebensrate


Bei jedem akuten Stress können erhöhte Blutzuckerwerte auftreten. Dies wird zum Beispiel regelmäßig bei Herzinfarkten oder auf Intensivstation gesehen. Bisher wurden die dabei auftretenden erhöhten Blutzuckerwerte bagatellisiert. Neue Studien haben jedoch gezeigt, dass zum Beispiel die Überlebenschance nach Herzinfarkt durch eine normnahe Blutzuckereinstellung auf Intensivstation ganz wesentlich erhöht wird.

Bisher war es gängige Praxis, auf Intensivstationen bei Schwerkranken den Blutzucker nur dann zu senken, wenn die Werte deutlich über 200 Milligramm pro Deziliter lagen. Gegenüber der Kontrolle vitaler Funktionen wie Atmung, Kreislauf und Elektrolytbilanz schien eine normnahe Blutzuckereinstellung von untergeordneter Bedeutung und galt sogar als risikoreich.

Gerade Patienten, die beatmet werden (etwa auf einer chirurgischen Intensivstation) haben häufig erhöhte Blutzuckerwerte. Eine exakte Blutzuckereinstellung auch in dieser Situation führt zu einer ganz dramatischen Verbesserung der Überlebenschancen, zu einer Verminderung der Zahl von schweren Infektionen und Dialysenotwendigkeit und einem Rückgang von Nervenschäden.

 

Die richtigen Zeiten für Arzneimittel

Viele Medikamente sprechen besser an, wenn sie abhängig vom biologischen Rhythmus eingenommen werden. Da dieser jedoch von Mensch zu Mensch verschieden sein kann, muss ganz individuell entschieden werden, wann die beste Tageszeit für welches Medikament gekommen ist.

Wenn man den richtigen Zeitpunkt wählt, kann man mit kleineren Arzneistoffmengen gleich große oder gar größere Therapieeffekte erzielen. So reagieren viele Asthmatiker stärker auf Kortisonpräparate, die sie am Nachmittag einnehmen.

Viele blutdrucksenkende Mittel entfalten ihren Effekt am besten ganz früh am Morgen. Gegen sechs Uhr werden Hormone ausgeschüttet, die das Herz-Kreislauf-System in Schwung bringen und den Blutdruck steigen lassen. Optimal wäre es, diese Präparate etwa zwei Stunden davor einzunehmen. Da dies im Schlaf nicht möglich ist, gilt die Empfehlung, die Tabletten gleich beim Aufwachen mit einem Glas Wasser zu schlucken. Auch Schilddrüsenhormone sollten frühmorgens, mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück, eingenommen werden. (Quelle: NAI)
 

Gymnastik macht die Blase stark

Wem beim Husten, Lachen oder Heben ungewollt Harn entweicht, der leidet vermutlich unter einer zu schwachen Beckenbodenmuskulatur. Normalerweise nämlich soll sich der Beckenboden mit seinem Muskelgeflecht dem auftretenden Druck im Bauchraum entgegenstemmen. Geht das nicht mehr, sprechen Mediziner von einer Stressinkontinenz. Dieser kann man am besten mit einem konsequenten Training begegnen.

Um den Beckenboden gezielt zu trainieren, muss man ihn aber zunächst richtig fühlen können. Damit haben viele Menschen mit Beckenbodenschwäche, überwiegend sind es Frauen, Schwierigkeiten. Eine Übung dazu: Auf dem Boden im Schneidersitz versuchen, den Bereich zwischen After und Scheide in sich aufzusaugen, regelrecht von der Sitzfläche anzuheben. Die Spannung etwa zehn Sekunden halten, dann entspannen. Diese Spannung kann als Hilfe für das Beckenbodentraining dienen. Wer das Beckenbodentraining richtig durchführt und lange genug durchhält, kann eine Stressinkontinenz gut in den Griff bekommen. (Quelle: NAI)
 

Georg Hackl: Arthrose durch Leistungssport

Wer rastet der rostet - eine Volksweisheit, die durch zahlreiche Untersuchungen zum gesundheitlichen Nutzen körperlicher Ertüchtigung belegt ist. Aber es kann auch zu viel des Guten sein, wie der bekannte Rennrodler und mehrfache Olympiasieger Georg Hackl in einem Interview deutlich macht.

Georg Hackl leidet seit etwa sieben Jahren an Gelenkarthrose und den damit verbundenen Schmerzen. Eine der Ursachen sieht er in einem zu intensiven Training. "Ich habe halt gemerkt, ich werde immer besser, je mehr ich auf den Geräten wegheben konnte - das war eins zu eins übertragbar. Das habe ich natürlich exzessiv verfolgt, und damit habe ich mich geschädigt. Da wäre weniger mehr gewesen". Im Breitensport sieht Hackl derartige Risiken nicht. "Wenn man sich dabei möglichst vielfältig bewegt und sich möglichst gesund belastet, dann ist Sport sehr gesundheitsfördernd." Auch moderates Krafttraining sei für die Stütz- und Haltemuskulatur durchaus zu empfehlen, aber nur unter sachkundiger Anleitung. Dass diese von immer mehr Fitnessklubs und Therapiezentren auch geboten wird, sei sehr begrüßenswert. (Quelle: NAI)
 

Alternative und schulmedizinische Therapien neben- statt gegeneinander

Nicht gegeneinander, sondern parallel sollten bei Krankheiten die schul- und alternativmedizinischen Therapierichtungen angewandt werden. So sieht Dr. med. Harald Dörhöfer, Facharzt für Innere Medizin / Akupunktur und Naturheilverfahren aus Frankfurt am Main die traditionelle und schulmedizinisch gesicherte Richtung "immer als Ergänzung und niemals als zwei feindliche Therapie- oder Diagnostikmethoden, die sich gegenüberstehen". Leider handeln kranke Menschen wie auch Mediziner meist noch immer nach dem Prinzip "entweder-oder".

Dennoch sollten Patienten gerade im Bereich der alternativen Verfahren Nutzen und Unbedenklichkeit einzelner Heilmethoden oder die als solche angepriesen werden, kritisch hinterfragen. Nicht nur der Gesundheit, sondern auch dem Geldbeutel zuliebe.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich an Fachgesellschaften wie zum Beispiel die für Akupunktur oder die Deutsche Homöopathische Gesellschaft wenden. Diese empfehlen ihre Mitglieder, also Ärzte mit Zusatzausbildung in anerkannten Gebieten der Naturheilkunde wie der Akupunktur, Homöopathie oder Pflanzenheilkunde. (Quelle: NAI)
 

Bluthochdruck oft unzureichend behandelt

Erhebungen des Robert-Koch-Institutes zufolge haben in Deutschland fast die Hälfte aller Männer überhöhte Blutdruckwerte, ausreichend dagegen behandelt wird aber nur jeder zehnte Betroffene. Bei Frauen sieht die Situation nur wenig besser aus. Ein wichtiger Weg, um zu hohe Werte besser in den Griff zu bekommen, besteht in der regelmäßigen Messung des Blutdrucks zu Hause.

Wer mit einer Oberarmmanschette misst, muss darauf achten, dass die Manschette richtig sitzt. Deren unterer Rand sollte 2,5 Zentimeter von der Ellenbeuge entfernt sein. Die Manschette sollte fest sitzen, darf den Arm aber nicht abschnüren. Beengende Kleidung am Arm legt man vor der Messung ab. Außerdem muss der Messpunkt immer auf Herzhöhe liegen, was bei Oberarmmanschetten fast automatisch der Fall ist, bei Handgelenkgeräten jedoch nicht. Bei Handgelenkmessungen sollte man, am Tisch sitzend, ein Kissen oder etwas Vergleichbares unterlegen, um die erforderliche Höhe zu erreichen. Man kann die Hand mit dem Gerät am Gelenk aber auch auf die gegenüberliegende Schulter auflegen.

Bei Messbeginn sollte man immer gut ausgeruht sein und zuvor auch keine Koffein oder Alkohol enthaltenden Getränke zu sich nehmen und nicht rauchen. Beratung zur richtigen Handhabung von Blutdruckmessgeräten und zur Vermeidung von Messfehlern bieten Ärzte und Apotheker. (Quelle: NAI)
 

Rheuma
Auf der Suche nach den Ursachen


Mehrere hundert Krankheiten fallen unter den Begriff "Rheuma". Bis zur genauen Diagnose schmerzhafter Beschwerden vergehen oft Monate.

Weil die Zeit, die Ärzte jedem einzelnen Patienten widmen können, oft knapp bemessen ist, sollten sich Betroffene vor dem Arztbesuch die folgenden Punkte eingehend überlegen und die für sie passenden Antworten notieren:

- Sind die Schmerzen an den Gelenken oder in deren Umgebung? Oder eher an den Sehnen, Muskeln und Knochen?

- Verstärken sich die Schmerzen in Ruhe, bei Bewegungsbeginn, bei Belastung, tagsüber oder nachts, oder sind sie dauernd und überall?

- Bleiben die Schmerzen an einer Stelle, oder strahlen sie aus? Wie fühlen sie sich an? (Zum Beispiel stechend, brennend, dumpf, quälend)

- Bessern oder verschlechtern sie die Beschwerden durch Wärme oder Kälte, durch psychische Be- oder Entlastung, durch das Wetter?

- Was hat den Schmerz womöglich ausgelöst? Ein Unfall, psychische Belastung oder eine anstrengende berufliche Tätigkeit?

Die Beantwortung dieser Fragen bereits vor dem Arztbesuch erleichtert das Gespräch und macht es in seinem Resultat effektiver.
 

Das 4-Punkte-Programm für geistige Fitness

"Use it or loose it" - benutze oder verliere es - sagen die Amerikaner und haben Recht. Zwar nimmt die Muskelmasse genau wie das Gehirnvolumen vom 30sten Lebensjahr an ab. Aber bei Nichtbenutzung des Geistes kommt es zusätzlich zu einer deutlichen Abnahme der Nervenzell-Vernetzung. Noch schlimmer ist dran, wer sich mit den Jahren weniger bewegt: Er ersetzt Muskeln durch Fettzellen und - ganz wichtig - verliert auch dadurch geistige Beweglichkeit.

Deshalb stellt die Zeitschrift eine Vier-Punkte-Strategie für geistige und körperliche Beweglichkeit auf: Bewegen Sie sich ausreichend, also mehrfach in der Woche eine halbe Stunde bei erhöhtem Puls. Lernen Sie wieder das Lernen: Durch Lesen und dessen bewusste Wiederholung übt der Mensch das, was mit den Jahren verloren geht: die Konzentration auf das Einzelne. Vermeiden Sie Stress, denn der schadet den Hirnzellen. Sorgen Sie für die richtigen Nährstoffe für Gehirn und Körper. (Quelle: NAI)
 

Sport und Abnehmen gegen Cholesterin

Erhöhte Cholesterinwerte bereiten keine Schmerzen und bleiben daher häufig unbeachtet. Ein Risikofaktor für schwere Herzerkrankungen können sie dennoch werden.

Ein paar überzählige Pfunde weniger und der Cholesterinspiegel kann sich deutlich verbessern. Dadurch sinkt der Blutgehalt des "schlechten" LDL-Cholesterins, das Cholesterinablagerungen in den Blutgefäßen fördert. LDL ist ein Transporteiweiß für Cholesterin. Ein weiterer Transporter ist das HDL, das Cholesterin aus dem Gewebe wegschafft, so dass man auch von "gutem" HDL-Cholesterin spricht. Sein Gehalt steigt durch Abnehmen und auch durch Sport. Wer außerdem noch möglichst cholesterinarm isst, kann seine Cholesterinwerte noch weiter verbessern. Dazu sollte man mit fettem Fleisch, Innereien, Eiern und eierhaltigen Speisen sparsam sein und möglichst pflanzlichen Fetten den Vorzug vor tierischen geben. Der Verzehr von Kaltwasserfischen wie Hering, Lachs oder Makrele kann durch ihren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren ebenfalls zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen. Omega-3-Fettsäuren gibt es auch in Fischölkapseln aus der Apotheke.

Wenn diese Maßnahmen nicht mehr ausreichen, können zusätzlich verschreibungspflichtige Medikamente helfen, wie etwa Fibrate und vor allem Statine. Zur Unterstützung einer cholesterinsenkenden Therapie dienen unter anderem auch Extrakte aus Blättern der Artischocke oder aus dem Curcuma-Wurzelstock. (Quelle: NAI)
 

Kleiner Körper, großer Nährstoffbedarf

Da sich Kinder rasant körperlich und geistig entwickeln, brauchen sie ständig eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralien. Fünfmal am Tag Obst und Gemüse, wenig Fett und Zucker, viel Vollkornprodukte und reichlich trinken: So lauten zusammengefasst die derzeitigen Empfehlungen der Ernährungsexperten. Einige Vitamine und Mineralstoffe ergänzen sich in ihrer Wirkung. Beispielsweise arbeiten Vitamin D und Calcium Hand in Hand, damit die Knochen schön gleichmäßig wachsen. Vitamin D bildet der Körper bei Lichteinstrahlung auf die Haut selbst, und Milchprodukte liefern das Calcium, das darüber hinaus auch für Herz- und Muskeltätigkeit sowie die Blutgerinnung wichtig ist.

Für gesunde Zähne braucht der Körper neben Calcium auch Fluorid. Am Zahn wirkt es am besten, wenn fluoridierte Zahnpasta verwendet wird. Sollte die Fluoridzufuhr dennoch zu gering sein, können nach Rücksprache mit dem Kinderarzt entsprechende Tabletten gegeben werden. (Quelle: NAI)
 

Spürhunde gegen Krebs

Ideale Medikamente in der Krebsmedizin sollten so beschaffen sein, dass sie gezielt und wirksam Krebszellen angreifen, gesundes Gewebe hingegen unbeschadet lassen. Eine Chance, diesem Ideal nahe zu kommen, bieten Antikörper, "Spürhunde" des Immunsystems.

Antikörper sind Eiweiße, die sich im Körper an Eindringlinge und auch an Krebszellen hängen und damit deren Zerstörung durch das Immunsystem einleiten. Um mit diesen Spürhunden bösartige Tumore erkennen und vernichten zu können, hat man gentechnologisch hergestellte Antikörper gezielt auf spezielle Merkmale bestimmter Krebszellen abgerichtet. Ein Beispiel ist Trastuzumab, ein Antikörper, der bei einigen Patientinnen mit Brustkrebs wirksam ist. Große Erwartungen verbindet man auch mit Imatinib, den man gegen die chronische myeloische Leukämie einsetzt.

Andere Strategien zielen auf eine Verbesserung der herkömmlichen Chemotherapie ab, die verträglicher und zielgenauer werden soll. Ein weiterer Ansatz sind vorbeugende Impfungen, die sich beispielsweise gegen diejenigen Viren richten, die maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt sind. (Quelle: NAI)
 

Klein und gemein: Zecken

Die Gefahr nach einem Zeckenstich zu erkranken, wird in Deutschland immer größer. Inzwischen sind bundesweit zehn bis 30 Prozent aller Zecken mit Borreliose infiziert, während Zecken mit dem FSME-Erreger gehäuft nur in bestimmten Regionen Bayerns, Baden-Württembergs, im südlichen Hessen und in Thüringen vorkommen. Die Zahl der FSME-Erkrankungen stieg im vergangenen Jahr auf 275 Personen - eine Steigerung um 15 Prozent zum Vorjahr. Das Paul-Ehrlich-Institut veröffentlicht regelmäßig Karten mit den jeweiligen Risiko- und Hochrisikogebieten für FSME. Fragen Sie hierzu in der Rathaus-Apotheke nach.

Schutz ist möglich

Ein Schutz gegen diese Gefahren ist in verschiedener Weise möglich: Gegen die Frühsommer-Hirnhautentzündung (FSME) rät das Robert-Koch Institut in den FSME-Risikogebieten auf jeden Fall zu einer Impfung. Dies gilt sowohl für alle, die beruflich, in ihrer Freizeit als auch im Urlaub in den gefährdeten Gebieten unterwegs sind.

Gegen die ebenfalls von Zecken übertragene Lyme-Borreliose, eine bakteriell bedingte Infektionskrankheit, gibt es für Menschen noch keinen Impfschutz. Da die Diagnose für Laien aufgrund der Ähnlichkeit zum grippalen Infekt nicht eindeutig möglich ist, sollte bei Verdacht unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Je frühzeitiger diese Bakterieninfektion entdeckt wird, umso besser kann sie mit Antibiotika bekämpft werden
.


Hirnhautentzündung durch Viren
Zecken reichern die FSME-Viren in ihren Speicheldrüsen an, die Infektion geht deshalb schnell. Allerdings hängt die Menge der in das Wirtsblut freigesetzten Viren von der Saugdauer ab. Also: Je schneller die Zecke entdeckt und entfernt wird, desto wahrscheinlicher ein nur milder Krankheitsverlauf, der meistens ein bis zwei Wochen nach dem Stich mit Fieber beginnt. Etwa ein Drittel der Patienten entwickelt anschließend Fieber mit den Anzeichen einer Hirnhautentzündung, unter Umständen mit Beteiligung des Gehirns (Meningitis oder Meningoenzephalitis).

Eine Therapie, die die Ursachen bekämpft, existiert für FSME nicht. Wer weiß, dass er in ein Endemiegebiet reist, wer sich von Berufs wegen oder in seiner Freizeit regelmäßig draußen aufhält, sollte sich impfen lassen.  Mittlerweile ist sogar ein neuer Impfstoff für Kinder vom ersten bis zwölften Lebensjahr verfügbar.

Geimpft wird dreimal, wobei die letzte Infektion nach spätestens einem Jahr gegeben wird. Nach drei Jahren muss der Schutz aufgefrischt werden. Wer sich kurzfristig zu einem Urlaub in Risikogebieten entschließt, kann sich auch im »Schnelldurchgang« impfen lassen, was auch noch einen recht guten Schutz bietet. Eine nachträgliche, so genannte passive Immunisierung darf nur erfolgen, wenn seit Betreten eines Infektionsgebietes nicht mehr als vier Tage vergangen sind. Außerdem ist sie erst ab dem 14. Lebensjahr möglich.

Borrelien: Rötung um den Stich
Im Gegensatz zu den FSME-Viren, finden Borrelien ihren Platz in der Zecke nicht schon in den Speicheldrüsen, sondern bevorzugt im Mitteldarm. Deshalb setzt die Zecke die Erreger frühestens nach zehn- bis zwölfstündigem Saugen frei. Sie rasch zu entfernen, kann also Schutz bieten. Drei Stadien kennzeichnen die Lyme-Borreliose, wobei nicht jedes Stadium auftreten muss.

Etwa zehn Tage nach dem Stich kann sich eine überwärmte, erhabene Rötung im Stichbereich zeigen, das so genannte Erythema migrans. Treten derartige Rötungen an mehreren Körperstellen auf, ist bereits das Krankheitsstadium zwei erreicht. Die Keime kreisen dann in Blut- und Lymphsystem, die Betroffenen klagen über Kopfschmerzen, Fieber, Gliederschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl.
Bei circa 15 Prozent der Patienten bildet sich Wochen bis Monate später erst das Stadium zwei aus, in dem etwa das Herz, Nervenbahnen und Gelenke in Mitleidenschaft gezogen werden können. Das Vollbild des Stadiums drei zeichnet sich durch eine chronische Herzentzündung, eine Entzündung von Gehirn und Rückenmark und eine chronische Gelenkentzündung aus.

Borrelien lassen sich mit Hilfe von Antibiotika besonders zu Beginn der Infektion vernichten. Je weiter die Erkrankung vorangeschritten ist, umso schwieriger gestaltet sich die Therapie. Die Dauer der Behandlung sollte mindestens 14 Tage betragen.


Um eine Infektion zu vermeiden, muss man den Zeckenkontakt verhindern.

  • Meiden Sie typische Aufenthaltsorte von Zecken (Wälder, Unterholz, Gebüsch),

  • lassen Sie sich in Garten, Wald und Wiese nicht nieder, ohne etwas unterzulegen,

  • benutzen Sie auf ungeschützter Haut Zeckenabwehrmittel,

  • suchen Sie Ihren Körper nach einem Spaziergang oder nach Gartenarbeit unverzüglich nach Zecken ab, auch hinter den Ohren oder auf der Kopfhaut.

 Zecke weg – so klappt es

  • Entfernen Sie eine Zecke so früh wie möglich,

  • zerquetschen Sie die Zecke nicht, fassen Sie sie möglichst weit vorne

  • und verwenden Sie kein Öl, Klebstoff oder Ähnliches,

  • desinfizieren Sie die Einstichstelle und begutachten Sie diese täglich im Hinblick auf Rötungen,

  • suchen Sie den Arzt auf, wenn Sie eine Rötung entdecken, Fieber oder grippale Beschwerden bekommen.

Quelle: NAI



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