Einer
amerikanischen Studie zufolge verschlechtern zu niedrige Eisenwerte
die schulischen Leistungen. Dies berichtet die "Neue Apotheken
Illustrierte" in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. April 2007. Im
Vergleich zu Kinder mit normalem Eisenstatus schnitten Kinder mit
Eisenmangel in Mathematik, Lesen und verbalem Ausdruck deutlich
schlechter ab.
Hinweise
auf einen Eisenmangel sind ständige Müdigkeit, Lustlosigkeit und
Konzentrationsschwäche. Die Hauptursache für diese Beschwerden:
Eisenmangel führt dazu, dass weniger roter Blutfarbstoff gebildet
wird, es kommt zu einer eisenbedingten Blutarmut, die auch die
Sauerstoffversorgung der Organe beeinträchtigen kann.
Die
Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Kindern im Alter von ein
bis unter sieben Jahren, täglich acht Milligramm Eisen mit der Nahrung
zu sich zu nehmen, von sieben bis unter zehn Jahren sollen es zehn
Milligramm pro Tag sein. Jungs von zehn bis unter 19 Jahren sollen
zwölf Milligramm Eisen täglich aufnehmen, bei Mädchen beziehungsweise
Frauen von zehn bis unter 51 Jahren sollen es 15 Milligramm sein.
Viel gut
verwertbares Eisen ist in Fleisch, vor allem in Rindfleisch enthalten.
Eisen kann aus Fleisch leichter aufgenommen werden als aus
pflanzlichen Nahrungsmitteln. Vegetarier müssen daher auf sehr
eisenreiche Gemüsesorten achten. Vitamin C aus Obst oder Orangensaft
trägt dazu bei, die Eisenaufnahme aus Gemüse verbessern. Bei einem
nachgewiesenen Eisenmangel können bei Bedarf auch Eisenpräparate aus
der Apotheke helfen.
Rapsöl für
Feinschmecker und Gesundheitsbewusste
Rapsöl
enthält große Mengen guter ungesättigter Fettsäuren und weist dabei ein
ideales Verhältnis zwischen Linol und alpha-Linolensäure auf, die sich
besonders förderlich auf die Gesundheit auswirken. Der Anteil der
"schlechten", also gesättigten Fettsäuren, ist dagegen verschwindend
gering. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist Rapsöl also bestens
für Menschen geeignet, die ihrem Herz-Kreislauf-System Gutes tun wollen.
Aber auch alle anderen kommen auf ihre Kosten: Denn Rapsöle der neuen
Generation sind nicht nur gesund, sondern auch ein Gaumenschmaus. Je
nach Bedarf kann man wählen zwischen kalt gepresstem, nussig
schmeckendem Öl, zum Beispiel für Salate oder geschmacksneutralem
"feinem Rapsöl" zum Kochen, Braten oder Backen.
Migräne: Lieber
vorbeugen als behandeln
Migränepatienten sollten ein Zuviel an
Süßigkeiten, Fett, Kaffee, Alkohol, Nikotin und Zitrusfrüchten meiden.
Diese Nahrungs- und Genussmittel stehen im Verdacht, die
Reizverarbeitung im Gehirn zu stören, was einen Migräneanfall
provozieren kann. Aber auch vor Stress, übermäßigem Lärm, Licht und
Sonneneinstrahlung sollten sich Betroffene hüten. Außerdem empfiehlt es
sich für Migräne-Geplagte dringend, regelmäßig für körperliche und
seelische Entspannung zu sorgen.
Erst wenn solche Maßnahmen nicht ausreichen, können vorsorglich
verschreibungspflichtige Mittel wie Betablocker, Calcium oder
SerotoninAntagonisten eingesetzt werden. Außerdem kann sich der Versuch
lohnen, Migräneattacken mit Pflanzenextrakten aus Pestwurz oder
Magnesium vorzubeugen.
Vor oder zu Beginn eines akuten Migräneanfalls empfiehlt die Deutsche
Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft bei Erwachsenen die Einnahme von
Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Paracetamol oder einer Kombination von
Paracetamol mit Acetylsalicylsäure und Koffein. Der Arzt kann zur
Behandlung einer Attacke auch so genannte Triptane verschreiben.
Schmerzmittel sollten Migräniker aber nur bei Bedarf, nach ärztlicher
Maßgabe und nicht regelmäßig einnehmen, unter anderem weil solche
Medikamente bei Dauergebrauch selbst Kopfschmerzen verursachen können.
Zur Behandlung von Kindern müssen Eltern den Kinderarzt befragen.
Krank im
Sommer: Der Grippe keine Chance geben
Gerade in der heißen Jahreszeit, direkt vor dem Urlaub oder gar
mittendrin stellt sich bei vielen Menschen die Sommergrippe ein. Warum
das so ist, wie man es vermeiden kann und wann es gefährlich wird, lesen
Sie hier.
Zu viel Sonne schadet dem Immunsystem. Dazu noch die
Temperaturunterschiede, wenn zum Beispiel der erhitzte Körper ins kühle
Nass des Schwimmbades taucht oder die Nächte auf der Terrasse verbracht
werden. Das ist einfach zu viel für das komplizierte Abwehrsystem:
Schnupfen, Husten, Fieber, Erbrechen oder Durchfall sind die Folgen der
Sommergrippe, die zwar auch durch Viren ausgelöst wird und das
Allgemeinbefinden erheblich beeinträchtigen kann, aber nichts mit der
gefürchteten Influenza-Grippe zu tun hat. Verantwortlich für die
Sommergrippe ist nicht das Grippevirus, sondern wesentlich harmlosere
Erkältungsviren. Damit es nicht so weit kommt, sollte man Zugluft und
starke Temperaturunterschiede meiden, nicht mit nasser oder
durchgeschwitzter Kleidung herumlaufen, das Sonnenbaden nicht
übertreiben und rechtzeitig abends aus der Kühle ins Zimmer oder etwas
Warmes anziehen.
Die
Schilddrüse: Leichtgewicht fürs Wohlbefinden
Die nur etwa 20 Gramm leichte Schilddrüse ist zwar klein, doch ihr
Einfluss auf den Organismus ist riesengroß. Produziert sie nur einige
tausendstel Gramm Hormon zu wenig oder zu viel, kann deshalb der Mensch
auf vielerlei Arten schwer erkranken. Warum die Funktion der Schilddrüse
für den Körper so wichtig ist, lesen Sie hier.
So wichtig einerseits das Jod für die Aktivität der Schilddrüse ist, so
bedeutsam sind andererseits für den Organismus die beiden von ihr
produzierten Hormone. Der Stuttgarter Endokrinologe Professor Dr. Rainer
Hehrmann erklärte, was die beiden Hormone alles beeinflussen. Erste
Hinweise auf eine nicht einwandfrei funktionierende Schilddrüse sind am
Hals spürbare und später auch sichtbare Schwellungen, Probleme beim
Schlucken und Druckgefühle im Hals, Hautveränderungen und ein schwer
definierbares Unwohlsein. Dahinter steckt als Ursache fast immer der
Mangel an Jod und somit auch an Schilddrüsenhormonen. Vorbeugend wird
jedem Erwachsenen empfohlen, etwa 200 Mikrogramm Jod pro Tag zu sich
nehmen, Schwangere sogar 230 und Stillende 260 Mikrogramm. Nur 70 bis 80
Mikrogramm werden jedoch tatsächlich aufgenommen.
Leichte Snacks für unterwegs
Endlich Urlaub. Die Koffer sind gepackt, das
Auto beladen. Wenn nur nicht die lange Anreise wäre. Und die Kinder
fragen schon vor dem Einsteigen, wann sie endlich da sind. Doch keine
Bange: Mit einer guten Reiseplanung und dem richtigen Proviant gelangt
man unbeschwert und gut gelaunt ans Ziel.
Wer mit dem Auto unterwegs ist, braucht Proviant, der die
Energiespeicher füllt, den Magen aber nicht belastet. Gut verträglich
sind Vollkornbrote belegt mit fettarmem Streich- oder Schnittkäse oder
mageren Wurstsorten wie etwa Schinken oder Gelbwurst. Knackige
Gemüsebeilagen wie Möhren, Kohlrabi oder Paprika in Streifen geschnitten
oder auch Radieschen regen den Stoffwechsel an. Außerdem liefern sie
Vitamine und Mineralstoffe. Wichtig für Konzentration und Fitness
während der Fahrt ist auch ausreichendes Trinken. Geeignete Durstlöscher
für die ganze Familie sind Früchte- und Kräutertees sowie Mineralwässer
oder Saftschorlen. Kaffee macht zwar vorübergehend munter, sollte aber
nicht in größeren Mengen getrunken werden. Übermäßiger Kaffeegenuss
führt zu innerer Unruhe, Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten.
Für Kinder sind lange Autofahrten ohnehin meist sehr anstrengend. Wenn
ihnen dann noch übel ist, leiden die Kleinen erst richtig. MIt Tipps und
Tricks kann man dem vorbeugen, und das Urlaubsziel möglichst angenehm
erreichen.
Stress? Ohne mich!
Immer weiter, immer höher, immer schneller
und doch nicht am Ziel: Psychotherapeuten nennen es das
"Himalaja-Phänomen" und warnen vor den seelischen und körperlichen
Folgen der heutigen Schnelllebigkeit, zu denen unter anderem Erschöpfung
und Schlaflosigkeit gehören.
Die täglichen Anforderungen steigen. Das Tempo, in dem sie gestellt
werden, wächst. Gleichermaßen klagen immer mehr Menschen über innere
Unruhe, Schlafstörungen, Herzrasen oder Depressionen.
Anti-Stress-Experten empfehlen: Geschwindigkeit senken, Termine
einschränken, Lärmquellen ausschalten, vor allem aber Ballast abwerfen,
sich von Altem trennen. Die große Entrümpelung könne Auftakt zum
Abschütteln seelischer Lasten sein. Wichtig sei es zudem, "Zeitinseln"
zu schaffen. Der Rat von Psychologen lautet, Ansprüche senken, nicht
noch mal eben schnell zu telefonieren oder den Fernseher anzuschalten,
sondern die Augen zu schließen, innezuhalten und der Frage "Was ist es,
was ich wirklich will?" nachzugehen. Generell anfällig für
Schlafstörungen und die sie begleitenden nervösen Symptome sind sehr
leistungsbereite Menschen mit hohem Anspruch an sich selbst.
Homöopathika oder Phytotherapeutika wie schlaffördernde und beruhigende
Extrakte aus Baldrian, Melisse und Hopfen beziehungsweise aus
Johanniskraut gegen depressive Verstimmungen und Angstgefühle bieten
Hilfe. Doch grundsätzlich gilt: Wie Fieber können Schlafstörungen auch
Signal für körperliche Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion,
Asthma, Schlafapnoe, Rheuma, Fibromyalgie beziehungsweise Demenz oder
Zeichen für ein Absinken des Östrogenspiegels in den Wechseljahren sein.
Diese Ursachen müssen ärztlich ausgeschlossen oder gegebenenfalls
gezielt behandelt werden.
Augen auf beim
Sonnenbrillenkauf
Beim Sonnenbrillenkauf sollte nicht nur
die modische Optik stimmen. Tönung, UV-Filter und Passform entscheiden,
ob die Augen zuverlässig geschützt sind. Hier einige Tipps, worauf es
bei der Auswahl einer guten, die Augen richtig schützenden Sonnenbrille
ankommt.
Die entscheidenden Kriterien für eine gute Sonnenbrille sind UV-Schutz
getestete Gläser, die richtige Blendschutzkategorie und der perfekte
Sitz der Brille. Dokumentiert wird der Schutz vor der augenschädlichen
ultravioletten Strahlung durch das auf dem Bügel angebrachte CE-Symbol.
Allerdings ist dieses Siegel kein Garant für ausreichenden UV-Schutz,
zumal auch Brillen mit gefälschten Siegeln im Umlauf sind. Deshalb ist
es ratsam, die Sonnenbrille beim Optiker auf ihre UV-Durchlässigkeit
prüfen zu lassen. Der Blendschutz ist in Kategorien von 0 bis 4
aufgeteilt und hat nichts mit dem UV-Schutz zu tun. Für
mitteleuropäische Breiten eignen sich Brillen der Kategorie 2. In
südlicheren Regionen, im Gebirge oder auf dem Wasser werden die
Kategorie 3 empfohlen. Die entsprechende Bezeichnung findet sich jeweils
an der Innenseite der Bügel. Außerdem sollten die Gläser möglichst nah
vor dem Auge sitzen. Das verringert den Anteil an Streulicht. Ebenfalls
sollten sie groß genug sein. Wichtig ist auch die Glasqualität. Optimal
sind geschliffene Gläser. Vorsicht: Nicht jede Sonnenbrille ist zum
Autofahren geeignet. Sie darf nicht zu dunkel getönt sein und
Signalfarben wie Bremslichter und Ampelfarben nicht verfälschen.
Träger Darm: Schluss
mit den Legenden!
Über Verstopfung und wie man sie kuriert halten sich hartnäckig
verschiedene Legenden. Professor Dr. Stefan Müller-Lissner, Leiter der
Fachabteilung Innere Medizin der Park-Klinik Weißensee, Berlin, nennt
einige seiner Erkenntnisse.
Verstopfung entsteht durch zu wenige Ballaststoffe! Das gilt offenbar
nur für eine kleine Gruppe von Menschen. Nur ihnen hilft eine
faserreiche Nahrung. Bei vielen Verstopften liegt aber eine andere
Ursache vor. Solche Patienten, bei denen der Darm nur langsam arbeitet
oder deren Stuhlentleerung gestört ist, sprechen wesentlich schlechter
auf Ballaststoffe an.
Viel trinken hilft gegen Verstopfung. Irrtum! Auch hierfür gibt es
keinen wissenschaftlichen Beleg. Eine sitzende Tätigkeit macht den Darm
träge, viel Bewegung hilft ihm auf die Sprünge. Stimmt so auch nicht!
Körpertraining kann zwar bei leichter Verstopfung hilfreich sein, es
gibt jedoch keinen Beweis dafür, dass auch eine schwere Verstopfung
dadurch gebessert wird.
Alle Abführmittel sind auf die Dauer gefährlich. Falsch! Nebenwirkungen
wie vermehrter Wasser- und Mineralstoffverlust sind nur bei dauernder
Überdosierung zu erwarten. Bei der im Beipackzettel der Präparate
vorgesehenen Dosierung wurden sie nicht beschrieben. Auch ein erhöhtes
Darmkrebsrisiko durch diese Mittel konnte bei bestimmungsgemäßem
Gebrauch nicht nachgewiesen werden.
Wetter und Gesundheit
Zwar macht das Wetter an sich nicht krank, aber mit zunehmendem Alter
reagiert man mehr darauf, vor allem auch bei organischen Vorschäden, so
Diplom-Geografin Monika Mohr vom Deutschen Wetterdienst.
Auf Menschen, die unter Herz-Kreislauf-Krankheiten leiden, wirken sich
Wetterwechsel mitunter ungünstig aus. "Wenn wir Warmluft in der Höhe, so
genanntes Aufgleiten, haben", so Mohr, "beeinträchtigt das die
Befindlichkeit dieser Menschen. Es ist außerdem bekannt, dass bei
bestimmten Wetterlagen die Neigung zum Infarkt deutlich erhöht ist."
Auch Föhnwetterlagen mit plötzlichen warmen Luftströmen können Herz,
Kreislauf und Psyche belasten, genauso extreme Temperaturen.
Krampfartige Migräneattacken können durch Kaltluftvorstöße ausgelöst
werden. Das gilt übrigens auch für Nierenkoliken. Allergene wie Pollen
belasten die Atemwege, genauso auch Luftschadstoffe sowie bestimmte
Klimabedingungen. Das bekommen besonders Menschen zu spüren, die an
Atemwegserkrankungen wie Asthma oder chronischer Bronchitis leiden.
Nicht jeder, der in einer für ihn klimatisch ungünstigen Lage wohnt,
kann jederzeit dort wegziehen. Dennoch bietet sich die Wohnortberatung
beim Deutschen Wetterdienst an. "Wir wissen", so Mohr, "ziemlich genau
wo sich in Deutschland Gebiete befinden, in denen man bei bestimmten
Leiden bevorzugt seinen Wohnsitz nehmen sollte." Und oft könnten auch
Eltern, deren Kinder beispielsweise unter Asthma leiden, den Wohnsitz
klimatisch günstig wählen, wenn sie vor einer ohnehin anstehenden
Wohnungssuche über passende Klimabedingungen informiert wären.
Wann die Mandeln raus müssen
Wenn kleine Kinder unruhige Schläfer sind, dazu häufig oder regelmäßig
schnarchähnliche Geräusche von sich geben, längere Atempausen haben und
tagsüber oft müde oder überdreht sind, kann dies auf vergrößerte Rachen-
oder Gaumenmandeln hinweisen.
Vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandeln können, auch wenn sie nicht
vereitert sind, Probleme verursachen. Sie verengen die Atemwege, dies
wiederum kann zu Atemnot und Schlafstörungen führen. Verhaltens- und
Gesundheitsprobleme sind vor allem bei Kindern dann die Folgen. Das Pro
und Contra einer Mandelentfernung sollte gerade bei kleinen Patienten
sorgfältig abgewogen werden. Wichtige Gründe können die Häufigkeit
antibiotikapflichtiger Mandelentzündungen sowie die Größe der Tonsillen
sein. Zwar spielen die Gaumenmandeln eine Rolle bei der Immunabwehr,
sind sie jedoch bei kleinen Kindern vier Mal jährlich oder öfter
entzündet, sollten sie entfernt werden. Bei älteren Kindern sollten die
Mandeln dann herausgenommen werden, wenn sie auf Grund ihrer Größe das
Atmen behindern. Wegen der Gefahr von Nachblutungen ist ein
Krankenhausaufenthalt erforderlich. Eltern sollten auf jeden Fall den
Kinder- und Jugendarzt konsultieren, wenn das Kind häufiger unter
Halsschmerzen leidet oder seine Atmung behindert ist.
Asthma – mit der
richtigen Therapie gut leben
So dramatisch sich ein Asthmaanfall im schwersten Fall entwickeln kann –
die Zahl dieser Notfälle lässt sich mit Hilfe von Arzneimitteln und der
geschickten Kombination verschiedener Wirkstoffe deutlich verringern.
Als wirkungsvollste Langzeit-Therapeutika haben sich Kortisonsprays zum
Inhalieren durchgesetzt. Sie wirken entzündungshemmend und müssen
dauerhaft benutzt werden. Kortikoide in Tablettenform kommen bei
schweren Asthmaverläufen zum Einsatz. Wie bei den Sprays lautet auch
hier die oberste Maxime: die niedrigste, eben noch wirksame Dosis
finden, aber das Mittel keinesfalls auf eigene Faust ganz weglassen!
Bronchien erweiternde Medikamente, so genannte Beta-2-Mimetika,
erleichtern bei akuten Attacken das Atmen. Wer sich alleine auf die
schützende Wirkung dieser Beta-2-Mimetika verlässt, riskiert jedoch,
dass sich die asthmatische Entzündung unbemerkt verschlechtert.
Verbraucht man mehr als zwei Sprays eines Beta-2-Mimetikums pro Monat,
gilt das als eindeutiger Fingerzeig, die Therapie mit dem Arzt zu
besprechen. Denn nur mit der Kombination von Kortikoiden und den
Beta-2-Mimetika gelingt es, langfristig die Lebensqualität der Patienten
zu verbessern.
Fitness für Unsportliche: Chancen des Alltags nutzen
Wer Sport treibt, wird es kaum verstehen: Doch viele Berufstätige finden
keine Zeit für sportliche Betätigung. Aber es gibt auch im Alltag viele
Wege aus der Bewegungslosigkeit. Empfohlen werden ungewöhnliche
Maßnahmen: berufliche Besprechungen aktiv gestalten. Zum Bespiel ins
Tretboot auf dem nahen See verlegen. Klingt unkonventionell, verläuft
aber mit Sicherheit in guter Stimmung und sehr konstruktiv. Fast
nebenbei kommt der Kreislauf ordentlich in Fahrt, was wiederum den Geist
beflügelt und für gute Ideen sorgt.
Egal ob acht oder 80 Jahre alt, ob rundlich oder dünn, jeder kann sich
bewegen und profitiert davon. Wenn das Training nicht übertrieben wird,
kommen Spaß, gute Laune und ein verbessertes Körpergefühl von allein.
Viele schaffen es dazu fast nebenbei, mehr Bewegung in ihren Tagesablauf
einzubauen, indem sie auf den Fahrstuhl zugunsten der Treppe verzichten,
kleinere Besorgungen zu Fuß oder per Fahrrad erledigen statt das Auto zu
bewegen. Auch das Putzen der Wohnung verbrennt Kalorien und außerdem ist
die Mittagspause eine perfekte Gelegenheit, ein wenig an die frische
Luft zu kommen. Ein flotter Spaziergang – allein oder mit Kollegen –
bringt den Kreislauf auf Touren.
Herz im Takt: Hilfe
bei Rhythmus-Störungen
Häufigste Ursache für ernsthafte Störungen im normalen
Herzschlagrhythmus sind Verengungen und Verhärtungen der
Herzkranzgefäße, die so genannte Koronare Herzkrankheit (KHK). Bei
Patienten im Alter über 35 Jahren ist die KHK in 75 Prozent der Fälle
die Ursache der Rhythmusstörung.
In der Therapie setzt man zunächst an der Störung der zu Grunde
liegenden Erkrankung an, also an der Koronaren Herzkrankheit, der
Herzschwäche und den anderen möglichen Ursachen. Prinzipiell stehen
Medikamente wie Betablocker, Calciumantagonisten, Digitalis und
spezielle Antiarrhythmika zur Verfügung. Darüber hinaus haben sich viele
technische Therapien etabliert, allen voran der seit 50 Jahren bekannte
Herzschrittmacher bei zu langsamen (bradykarden) Herzaktionen. Seit
kurzer Zeit gibt es nun auch einen Schrittmacher für die zu schnelle (tachykarde)
Herzaktion, der so genannte Defibrillator. Er wird besonders den
Patienten eingesetzt, die das bedrohliche Kammerflimmern schon einmal
überlebt haben und jederzeit erneut davon betroffen sein können. Ein
weiteres technisches Verfahren ist die Katheterablation, bei der im
Herzen über einen Katheter jene Störfelder mit Hochfrequenzstrom verödet
werden, die die Rhythmusstörungen auslösen. Für von
Herzrhythmus-störungen bedrohte Patienten gibt es spezielle Chipkarten,
mit denen sie – wo immer sie sich befinden – ein EKG aufnehmen und es
per Telefon an eine dafür eingerichtete Kontrollstelle senden können.
Fachleute werten es dort aus und sagen dem Patienten den Grad einer
eventuellen Bedrohung und raten ihm: weitermachen wie bisher, nach Hause
zurückkehren, sofort zu einem Arzt oder ins nächste Krankenhaus gehen.
Brustkrebs:
Früherkennung besser nutzen
Obwohl gute Vorsorge eine kleine Lebensversicherung ist, sind vor allem
ältere Frauen im Wartezimmer des Frauenarztes äußerst selten zu sehen.
Denn leider geht von den 60-Jährigen, der Hauptrisikogruppe für
Krebserkrankungen, nicht einmal mehr jede zweite Frau in Deutschland zur
Früherkennung. Und danach nimmt die Teilnahme an der Vorsorge mit dem
Alter weiter rapide ab. Hier einige Informationen über die Möglichkeiten
und Grenzen der so genannten bildgebenden Verfahren.
Mammographie und Sonographie sind die wichtigsten bildgebenden
Verfahren. Mit der Röntgendarstellung des Brustgewebes lassen sich schon
Veränderungen von wenigen Millimetern Durchmesser entdecken, die sich
tastenden Händen immer entziehen würden. Allerdings ist bei Frauen unter
50 Jahren die Mammographie allein nicht ausreichend, da deren
Brustgewebe sehr viel dichter ist. Deswegen werden in der Regel bei
jüngeren Frauen Zusatzuntersuchungen wie etwa der Ultraschall
durchgeführt. Um möglichst frühzeitig Brustkrebs zu erkennen, sollten
Frauen zunächst ab dem 30. Lebensjahr die von den gesetzlichen
Krankenkassen anerkannte jährliche Früherkennungs-Untersuchung bei einem
Gynäkologen in Anspruch nehmen. Darüber hinaus ist es unbedingt ratsam,
dass Frauen einmal pro Monat eine Selbstkontrolle von Brust und
Achselhöhlen vornehmen. Damit das Brustdrüsengewebe und eventuelle
Risikofaktoren beurteilt werden können und später Vergleichs-aufnahmen
vorliegen, empfehlen Experten mit 40 Jahren eine Basismammographie
durchführen zu lassen. Dann hat jede Frau im Alter zwischen 50 und 69
Jahren außerhalb der gesetzlichen Vorsorge alle zwei Jahre Anspruch auf
eine Röntgenuntersuchung der Brust.
Blasenschwäche – Hilfe
aus der Apotheke
Unnötig quälen sich viele Betroffene, wenn sie beim Lachen, Husten oder
Niesen kleine Mengen Urin verlieren. In der Apotheke gibt es wirksame
Hilfsmittel gegen Blasenschwäche, so dass heutzutage keiner mehr auf
Aktivität und Lebensfreude verzichten muss.
Die Harninkontinenz, also der unfreiwillige Urinverlust trifft Menschen
aller Altersgruppen. Meist scheuen sich Betroffene nach wie vor, über
ihre Beschwerden zu sprechen. Dabei könnte den meisten erfolgreich
geholfen werden, denn die Blasenschwäche ist kein altersbedingtes
Schicksal. Auf jeden Fall ist der Gang zum Arzt angezeigt. Nur der
Urologe und der Frauenarzt können die Ursache ausfindig machen und sie
entsprechend behandeln.
Zudem gibt es in der Apotheke ein breites Sortiment an modernen
Hilfsmitteln, beispielsweise Einlagen, Slips, Höschen oder spezielle
Tropfenfänger für Männer. Die gebräuchlichsten Produkte sind aufsaugende
Einlagen. Sie unterscheiden sich von Monatsbinden. Diese wie auch
Toilettenpapier sind bei Harnverlust nicht geeignet, weil sie schnell
durchfeuchten, was sich nach außen unangenehm bemerkbar macht. Besser
sind Inkontinenz-Einlagen, die auch große Mengen an Flüssigkeit sicher
binden. Daneben gibt es auch waschbare Inkontinenz-Unterwäsche, die im
Dauergebrauch deutlich preiswerter sein kann als Einmalprodukte. Die
Auswahl der Hilfsmittel richtet sich vor allem nach der
Flüssigkeitsmenge und dem Tragekomfort. In Apotheken gibt es einen
separate Räume für vertrauliche Gespräche. In vielen Fällen kann der
Arzt die Einlagen auf Kassenrezept verordnen.
Im Alter selbstbestimmt wohnen
Längst gibt es mehr als nur die Wahl zwischen eigener Wohnung und
Seniorenheim. Beim betreuten Wohnen lässt sich eine größtmögliche
Selbstständigkeit mit seniorengerechter Hilfe verbinden.
Im Alter wird das Leben in der eigenen Wohnung manchmal beschwerlich.
Dann müssen sich Senioren und ihre Angehörigen nach anderen geeigneten
Wohnformen umsehen. "Betreutes Wohnen", "Wohnen mit Service", "Wohnen
und mehr" und "Wohnen plus" sind nur einige Bezeichnungen für die
Kombination von Wohnraum und Service für den dritten Lebensabschnitt,
die sich in den letzten Jahren in Deutschland einer wachsenden
Beliebtheit erfreuen. Hinter diesen Angeboten von Seniorenwohnungen mit
Betreuungskonzepten oder Serviceleistungen steht grundsätzlich eine
gemeinsame Idee: "So viel Selbstständigkeit wie möglich, so viel Hilfe
wie nötig!"
Schlaganfall: Druck lass nach!
Hoher Blutdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt
und Schlaganfall. Dabei lassen sich die Werte oft auch schon ohne
Medikamente senken. Besser ist es allerdings, dem Hochdruck vorzubeugen.
Die Gefährdung durch Bluthochdruck ist besonders in den Morgenstunden
hoch. Als Grund nannte Professor Dr. Martin Middeke vom
Blutdruckinstitut in München den starken morgendlichen Blutdruckanstieg.
Daher treten Schlaganfälle oft in den frühen Morgenstunden auf.
Sehr wichtig für die Therapie des Bluthochdrucks sind Medikamente, die
der Arzt verschreibt. Darüber hinaus kann jeder zusätzlich etwas gegen
den Bluthochdruck tun und damit sein Schlaganfallrisiko verringern. An
erster Stelle steht, Übergewicht abzubauen. Mit jedem Kilogramm weniger
sinkt der untere Blutdruckwert durchschnittlich um einen und der obere
um zwei Punkte (mm Hg). Außerdem mindern regelmäßig betriebener,
leichter Ausdauersport und bei salzempfindlichen Menschen auch eine
salzarme Kost den Blutdruck. Weiterhin sollte man versuchen, negativen
Stress zu vermeiden. Um den Blutdruck im Blick zu behalten, kann man ihn
beim Arzt oder auch in der Apotheke regelmäßig messen lassen. Apotheker
beraten zudem beim Kauf von Geräten zur Selbstmessung des Blutdruckes zu
Hause.
Naturmedizin für die ganze
Familie
Sanfte Wirkung bei starken Beschwerden: Dafür steht die Behandlung mit
Heilpflanzen. Richtig angewendet, helfen die kostbaren Gewächse
zuverlässig kleinen und großen Patienten wieder gesund zu werden, und
sie stellen oftmals eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung zu
synthetisch hergestellten Arzneimitteln dar.
Gegen viele Beschwerden wachsen gleich mehrere Kräuter. Da ist nicht nur
etwas gegen die vielen Infekte bei Kleinkindern dabei, sondern auch
gegen die Spannungskopfschmerzen der Eltern und gegen die Schlafprobleme
der Großeltern. Doch auch bei der Einnahme von Heilpflanzenmitteln muss
einiges beachtet werden: Hustenlöser und -stiller heben sich in ihrer
Wirkung auf. Deshalb: Nie beide gleichzeitig einnehmen. Babys und
Kleinkindern keine Präparate mit Campher, Menthol oder Cineol
verabreichen, es droht ein Atemstillstand! Menthol enthaltende Mittel
können die Wirkung von homöopathischen Medikamenten herabsetzen.
Deshalb: Beides besser zeitversetzt einnehmen. Damit Leinsamen im Darm
quellen kann, sollten mindestens zwei Liter täglich getrunken werden!
Nicht die Geduld verlieren! Die Wirkung der meisten pflanzlichen
Arzneimittel setzt erst nach mehreren Tagen kontinuierlicher Einnahme
ein. Viel hilft nicht immer viel: Vorgegebene Dosierung nicht
eigenmächtig erhöhen. Unklare Beschwerden nicht selbst behandeln,
sondern erst vom Fachmann abklären lassen. Daher gilt auch hier der Rat:
Zu Präparateempfehlungen, Risiken oder Nebenwirkungen sollte der Arzt
und Apotheker gefragt werden.
Neuregelung
bei der Finanzierung von Zahnersatz
Zum Thema Zahnersatz wird zurzeit ordentlich Stimmung gemacht – nicht
zuletzt von Seiten der Privaten Krankenversicherungen (PKV): "Wer nicht
privat vorsorgt, muss tief in die Tasche greifen", heißt es, oder
"gesetzliche Zahnersatzleistungen weiter gekürzt". Was ist dran an
dieser "Meinungsmache" zu den Veränderungen im Zuge der
Gesundheitsreform – und was ändert sich im nächsten Jahr tatsächlich für
die Versicherten?.
Die Finanzierung von Zahnersatz in der Gesetzlichen Krankversicherung
(GKV) soll neu geregelt werden. Vorgesehen ist, dass Arbeitnehmer und
Rentner die dafür nötigen, vom Einkommen abhängigen Beiträge vollständig
selbst aufbringen müssen. Der Anteil der Arbeitgeber und
Rentenversicherer entfällt. Diese Änderung ist mit der für das
Krankengeld vergleichbar, daher sollen beide Neuregelungen gekoppelt
eingeführt werden, vermutlich zum 1. Juli kommenden Jahres. Das würde
den Krankenkassenbeitrag insgesamt um 0,9 Prozentpunkte erhöhen – dabei
entfallen 0,4 Prozentpunkte auf den Zahnersatz und 0,5 Prozentpunkte auf
das Krankengeld. Im Grundsatz sollen Leistungen für Zahnersatz weiter
zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Die
ursprünglich einmal geplante Kopfpauschale, die im Bereich des
Zahnersatzes einen vom Einkommen unabhängigen Pauschalbeitrag für alle
Versicherten vorsah, wurde verworfen. Auch die freie Wahl zwischen einer
gesetzlichen und privaten Zahnersatzversicherung ist für Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen nicht mehr vorgesehen.
Verstopfung muss nicht sein!
Strammer Bauch, Völlegefühl, unregelmäßige Verdauung, harter Stuhlgang –
so wird das Tabuthema Verstopfung umschrieben. Jeder Dritte über 60
Jahre leidet darunter, Frauen eher als Männer. Der Alltag hält eine
ganze Reihe von Möglichkeiten bereit, dem Darm seine Arbeit zu
erleichtern.
Mehr Bewegung, mehr Flüssigkeit, genügend Gemüse und Vollkornprodukte
und / oder eine tägliche Toilettenroutine zur immer gleichen Zeit
könnten den Darm schon etwas besser erziehen. Auch morgens auf
nüchternen Magen ein Glas warmes Leitungswasser zu trinken, macht dem
Darm Eile. In der Apotheke findet man zusätzlich Quellstoffpräparate,
beispielsweise Kleie, die man in Joghurt rühren kann, Leinsamen oder
Ballaststofftabletten. Sie alle erhöhen das Volumen im Darm. Auch Mittel
wie Bittersalz oder Lactulose helfen ähnlich, indem sie zusätzlich
Wasser im Darm binden und so den Darm füllen. Durch mehr Volumen im Darm
soll man stärker und öfter "müssen", ohne mehr Nahrung zu verzehren. Bei
hartnäckiger Verstopfung oder wenn starkes Pressen andere Schäden
verursachen würde, oder wenn sich jemand wegen einer Erkrankung nicht
mehr richtig bewegen kann, dann müssen vorübergehend manchmal auch
stärkere Abführmittel sein, die es mit dem entsprechenden Rat in der
Apotheke ohne Rezept gibt. Besonders bei hartem Stuhlgang helfen
Gleitzäpfchen mit Glycerin. Auch Substanzen, die die Darmwand reizen,
fördern die Darmbewegung.
Gesundheits-Check: Selbstverantwortung ist gefragt
Wer sich nicht krank fühlt, geht auch nicht zum Arzt. Das kann ein
Fehler sein. Gerade schwerwiegende Erkrankungen wie Diabetes, Krebs oder
Herz-Kreislauf-Krankheiten zeigen anfangs keine oder nur harmlose
Beschwerden. Auch die bestehenden Vorsorgeuntersuchungen werden selten
genutzt. Und das, obwohl eine rechtzeitige Diagnose die Heilungschancen
der Patienten verbessert.
Oft genügen zunächst einfache Teststreifen, um die wichtigsten Organe
und Blutwerte diskret zu Hause zu überprüfen. Solchen Mini-Heimlabors
genügt ein Blutstropfen oder ein Gläschen Urin, um beispielsweise
gefährliche Magenbakterien aufzuspüren, die Nieren zu testen oder
Diabetes zu erkennen. Auf Fernreisen lässt sich mittels Teststreifen
eine harmlose fieberhafte Erkältung von der gefährlichen Malaria
unterscheiden. Und Frauen in den mittleren Jahren können mittels
Urintest feststellen, ob sie bereits in den Wechseljahren sind. Alle
diese Test-Kits kann jedermann in der Apotheke kaufen.
Ein wenig Training tut
jedem Herzen gut
Schon eine halbe Stunde flottes Gehen täglich - oder wenigstens jeden
zweiten Tag - verleiht einen gewissen Schutz vor
Herz-Kreislaufkrankheiten. So jedenfalls Professor Aloys Berg, Chefarzt
der Abteilung Prävention, Rehabilitation und Sportmedizin an der
Universitätsklinik in Freiburg.
Dem Herzen zuliebe sollten sich Frauen und Männer deshalb ein kleines
Übungsprogramm zusammenstellen.
Der Tagesablauf vieler Menschen gleicht einem Sitzmarathon: Vom
Frühstückstisch ins Auto, vom Auto an den Schreibtisch, vom Schreibtisch
in die Kantine, wieder an den Schreibtisch, dann ins Auto und
schließlich vor den Fernseher oder Computer.
Doch Aktivität ist auch im Alltag gefragt: Rolltreppen und Aufzüge
möglichst links liegen lassen und kleinere Strecken auch mal zu Fuß
zurücklegen. Und wer noch mehr tun möchte: Geeignete Fitnessübungen sind
Ausdauer-Sportarten, wie etwa Jogging, Walking, Nordic-Walking,
Schwimmen, Radfahren, Wandern. Ganz wichtig ist auch ein seelisches
Trimm-dich-fit: Denn unter Kummer leidet stets auch das Herz. Daher der
Rat: Die Seele baumeln lassen und sich in Gelassenheit und heiterer Ruhe
üben.
Allergisch
aufs Essen: Wege zum Genuss ohne Reue
Immer mehr Menschen leiden unter Allergien oder
Unverträglichkeitsreaktionen. Dabei spielen Nahrungsfaktoren eine
wesentliche Rolle. Die große Frage der Betroffenen lautet immer "Was
kann ich nun essen, wie soll ich mich ernähren?".
Für die allgemeine Zunahme von Allergien gibt es drei vorrangige
Ursachen: verschmutzte Luft, zu viel Hygiene und Wohnräume mit nur
geringem Luftaustausch und damit einer Ansammlung potenzieller Allergene
wie dem Kot von Hausstaubmilben. Speziell Allergien auf Nahrungsmittel
treten oft auch in Zusammenhang mit einer Pollenallergie auf. Der Grund:
Allergieauslösende Substanzen in bestimmten Pollen haben Pendants in
jeweils bestimmten Nahrungsmitteln. Die bei Pollenallergikern oft
hilfreiche Hyposensibilisierung schlägt bei Nahrungsmittelallergikern
kaum an. Bei Kreuzallergien allerdings werden in der Hälfte der Fälle
nach einer Hyposensibilisierung auf Pollen auch Lebensmittel wieder
besser vertragen, so Professor Dr. Karl-Christian Bergmann, Bad
Lippspringe.
Menschen, die schon einmal mit Atemnot oder gar Kreislaufversagen auf
den Genuss eines Nahrungsmittels reagiert haben, sollten immer ein
Notfallset bei sich haben. Saloga: "Es enthält ein Antihistaminikum, ein
Kortison-Präparat und eventuell ein Mittel mit Adrenalin, das bei
massivem Blutdruckabfall gespritzt werden muss. Für Asthmatiker gehört
noch ein die Bronchien erweiterndes Spray dazu."
An den richtigen Ecken sparen
Praxisgebühr, Zuzahlungen bei Medikamenten, gestrichene Leistungen: die
Gesundheitsreform macht sich im Geldbeutel der Patienten bitter
bemerkbar. Lesen Sie hier, was jetzt jeden beim Arzt, in Apotheken, im
Krankenhaus oder bei der Krankenkasse erwartet, wo man auf keinen Fall
ohne Geld hingehen sollte und wie das Sparschwein prall wird.
Sparen ohne zu schaden – das geht auch in Sachen Gesundheit. Reiner Geiz
dagegen kann krank machen. Seit dem Start der Gesundheitsreform fallen
pro Quartal zehn Euro Praxisgebühr an. Bei vielen Vorsorgeuntersuchungen
entfällt allerdings die Gebühr. Das gilt auch für Impftermine. Doch
kommt bei den Untersuchungen etwas ans Licht, was weiterbehandelt werden
muss, sind die zehn Euro fällig. Deshalb spart es Geld, die jährlichen
Vorsorge-Checks möglichst in ein Quartal zu terminieren und sich
gegebenenfalls weiter überweisen zu lassen. Bestenfalls wird so die
Gebühr nur einmal kassiert. Einsparung: 10 bis maximal 30 Euro pro Jahr.
Auch bei den Apotheken gibt es Änderungen: Patienten beteiligen sich mit
zehn Prozent pro Medikament an den Kosten, mindestens aber mit fünf und
höchstens mit zehn Euro. Rezeptfreie Medikamente müssen Verbraucher in
der Regel komplett selbst bezahlen. Da es keine Preisbindung mehr gibt,
können Apotheker die Preise selbst festlegen, zu gravierenden
Preisveränderungen kam es bisher allerdings nicht dadurch. Wie clevere
Patienten insgesamt nicht mehr, als unbedingt nötig zahlen – erfahren
Sie in der "Neue Apotheken Illustrierte / Gesundheit". Das Heft liegt in
zahlreichen Apotheken zur Mitnahme aus.
Der Weg zur Kur
Bevor man als Kurgast richtig entspannen kann, gilt es, manche Hürden zu
überwinden, um die Kur überhaupt bezahlt zu bekommen. Doch selbst in
Zeiten knapper Kassen sollte man berechtigte Ansprüche um seiner
Gesundheit willen durchsetzen.
Ablauf der Beantragung:
1. Besuch beim Haus-, Fach- oder Betriebsarzt, der die medizinische
Notwendigkeit prüft und mit einem Attest bescheinigt. Bei der
Krankenkasse gibt es die notwendigen Antragsformulare.
2. Erwerbstätige reichen die Anträge mit ärztlichem Attest und Wünschen
zu Ort und Zeitpunkt der Kur bei ihrer Rentenversicherung ein, wenn eine
stationäre Kur oder eine ambulante Rehabilitationskur gewünscht wird.
Ambulante Vorsorgeleistungen beantragt man bei der Krankenkasse. Nicht
Erwerbstätige wie Hausfrauen, Rentner, Kinder oder Studenten reichen die
Anträge für alle Kuren stets bei ihrer Krankenkasse ein.
3. Der Kostenträger prüft den Antrag. Wird dieser genehmigt, teilt die
Kasse oder der Rentenversicherer den Ort und die Kureinrichtung mit.
Letztere legt dann den Termin der Kur fest. Bei ambulanten
Vorsorgemaßnahme wählt man den Kurort, Zeit und Unterbringung selbst und
bespricht seine Wünsche mit der Kurverwaltung.
4. Wird der Antrag abgelehnt, kann man beim Kostenträger Widerspruch
einlegen. Wird der Antrag erneut abgelehnt, bleibt nur noch die Klage
vor einem Sozialgericht.
Notfall-Tipps nach Bienenstich
Ein Bienen- oder Wespenstich ist nicht nur lästig, sondern bei manchen
Menschen hat er ernstzunehmende gesundheitliche Konsequenzen.
Auf jeden Fall sollten Insektengift-Allergiker immer ein spezielles
Notfall-Set bei sich haben, um im Bedarfsfall keine Zeit zu verlieren.
Besonders Autofahrer mit einer Insektengift-Allergie, die nicht nur
sich, sondern auch andere gefährden könnten, sollten das Set stets
griffbereit aufbewahren. Es enthält ein rasch wirkendes Antihistaminikum,
ein Kortison-Präparat sowie Adrenalin zur Inhalation. Unmittelbar nach
dem Stich werden das Antihistaminikum und das Kortikoid eingenommen. Nur
bei Atemnot, wenn die Zunge anschwillt oder Kreislaufbeschwerden
auftreten, wird das Adrenalin-Spray angewendet.
"Sprich anständig!"
"Stottere nicht rum!"
Besorgt beobachten Fachleute seit einigen Jahren eine deutliche Zunahme
der Sprachstörungen bei Kindern. Jedes fünfte deutsche Kind im Alter von
vier Jahren zeigt Defizite bei der Sprachentwicklung. Sie stottern,
stammeln oder lispeln. Sie verdrehen Sätze, haben Schwierigkeiten beim
Satzbau, und der Wortschatz scheint sich nicht zu erhöhen. Kinderärzte
können klären, ob es sich nur um eine Verzögerung handelt oder ob die
Sprachentwicklung tatsächlich gestört und eine sprachtherapeutische
Behandlung erforderlich ist.
Richtiges Sprechen muss wie viele andere Fähigkeiten im Kindesalter
erlernt werden. Auch hier gilt das Sprichwort: "Übung macht den
Meister". Ein Kind lernt schneller richtig zu sprechen, wenn es viel
Gelegenheit bekommt, seine Sprache zu üben. Wenn Eltern deutlich, in
klaren kurzen Sätzen mit ihrem Kind reden, legen sie wichtige
Grundsteine für die spätere Sprachentwicklung. Fehlen diese, zum
Beispiel, weil das Kind schlecht hört, können Sprachstörungen entstehen.
Zudem müssen Eltern die Voraussetzungen für die ungestörte Entwicklung
der Mundmotorik schaffen. Alles was die Kau- und Zungenbewegung
ermöglicht, fördert die Motorik. Saugerflaschen und Schnuller sollten
deshalb ab einem Alter von zweieinhalb Jahren nicht mehr benutzt werden.
Wichtig ist auch die Auswahl der Speisen. Kinder brauchen Nahrungsmittel
mit Kauwiderstand. Mit Hamburger oder Kartoffelbrei wird die Kaubewegung
nicht trainiert. Das kann Artikulationsstörungen zur Folge haben.
Herz-Alarm bei Sommerhitze
Sonne und Wärme sind der Seele Balsam, der Körper steht aber gewaltig
unter Stress. Vor allem Menschen mit Herzproblemen müssen im Sommer
besonders auf ihre Gesundheit achten. Es wird empfohlen: Richtig
trinken, leicht essen, angepasst bewegen und Medikamente richtig
dosieren sowie vor Wärme schützen.
Herzkranken bereitet im Sommer die Medikamenteneinnahme oft Probleme.
Weil die Wärme den Blutdruck senken kann, müssen laut der Herzstiftung
blutdrucksenkende Medikamente im Sommer oft etwas reduziert werden.
Änderungen sind jedoch mit dem Arzt abzusprechen.
Bei Sonnenschein können zum Beispiel das Herzarzneimittel Amiodaron, das
Antibiotikum Doxycyclin und Johanniskraut Hautrötungen und –reizungen
hervorrufen! Im Schatten aufhalten, gut eincremen und einen Sonnenhut
tragen bringt hier Sicherheit.
Auch Medikamente leiden bei Temperaturen über 25 Grad Celsius.
Beispiele: Zäpfchen schmelzen, Klebstoffe von Arzneipflastern verlieren
ihre Haftfähigkeit, die Schutzhülle von Dragees kann erweichen. Deshalb:
Arzneimittel nicht im Auto liegen lassen, bei längeren Fahrten in eine
Kühltasche packen, bei hohen Temperaturen in der Wohnung im Gemüsefach
des Kühlschranks aufbewahren.
Das kleine 1x1 für
Eltern zum Schulanfang
Wenn im August / September die Schulglocke wieder läutet, heißt es für
die ABC-Schützen: Der Ernst des Lebens beginnt! Was in die Schultüte
gehört, welche leckeren Brotbeläge für die Pause geeignet sind und wie
die jungen Schulprofis gesund durch den Schulalltag kommen, darauf macht
dieser Artikel Eltern und Großeltern aufmerksam.
– Der erste Schultag sollte feierlich begangen werden. Dazu gehört eine
Schultüte. Um den Kleinen den Start auch ohne Zucker zu versüßen, eignen
sich gesunde Leckerein wie Müsliriegel, Obst und Trockenfrüchte. Auch
peppige Brotdosen und Trinkflaschen für die künftige Pausenverpflegung
oder Malhefte, Stifte, Anspitzer etc. mit den Motiven wie der Diddelmaus,
Janoschtieren, Harry Potter oder Pokémonsfiguren kommen bei den Kleinen
gut an. Auch ein Gutschein für das Kinderkino oder einen Zoobesuch steht
hoch im Kurs.
– Manche Kids machen bereits auf dem Schulhof schlapp. Damit der
tägliche Weg zur Schule nicht zur Last wird, ist ein gut sitzender
Ranzen wichtig. Leer sollte er nicht mehr als 1,2 Kilo wiegen, über
breite Trageriemen verfügen und für mehr Verkehrssicherheit mit
reflektierenden Flächen versehen sein. Ist der Schulranzen breiter als
der Kinderrücken oder hängt er zu tief, leidet die Wirbelsäule.
– Für einen guten Start in den Schultag sorgt ein vollwertiges Frühstück
zu Hause. Kinder, die frühmorgens noch keinen Appetit haben, können in
der Pause ihre Akkus wieder auffüllen. Ein gutes Pausenbrot liefert
Energie ohne zu belasten. Bitte nicht jeden Tag Stulle und Apfel! Kinder
lieben die Abwechslung. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt.
Gesunde Gelenke:
den Schmerz aufs Kreuz legen
Eine falsche Drehung, eine ruckartige Bewegung - und schon ziehts
höllisch im Kreuz. Manchen bereitet das Knie beim Treppensteigen
Probleme, anderen schmerzt die Schulter oder der steife Nacken:
Gelenkbeschwerden sind Volkskrankheit Nummer 1. Wie kann man vorbeugen?
Was kann man dagegen tun? Operation ja oder nein? Welche Alternativen
gibt es? Lesen Sie hier Auszüge, was in der Orthopädie heute alles
möglich ist, um schmerzfrei beweglich zu bleiben.
Rund 55 Prozent der Patienten in einer orthopädischen Praxis leiden an
Wirbelsäulen-Beschwerden. Etwa 30 Prozent sind Kniepatienten und der
Rest hat Schmerzen in der Schulter, Probleme mit den Sprung- oder
kleinen Hand- und Fußgelenken. Heute bieten bessere Medikamente mit
breiterem Wirkungsspektrum eine erfolgreiche Behandlung und vermindern
Risiken – zum überwiegenden Teil kommt man ohne kortisonhaltige
Substanzen aus, erklärt Dr. Hubert Buchner, Orthopäde und
Sportmediziner. Außerdem gibt es neue Operationsmethoden, die weniger
verletzen, also mit kleineren Hautschnitten auskommen. Das trifft
insbesondere bei Operationen an der Wirbelsäule und an den großen
Gelenken wie Kniegelenken und Schultergelenken zu. Hier können
überwiegend "Nadelöhr-Operationen" eingesetzt werden - die Verletzung
der Haut ist auf minimale Einschnitte begrenzt, das bedeutet eine viel
schnellere Genesung als früher.
Hau(p)tsache glatt und seidig:
Körperhaare abends kappen
Alle Enthaarungsmethoden reizen die Haut. Deshalb sollten sie abends
durchgeführt werden, um der Haut Zeit zur Erholung zu geben. Eine Pflege
mit feuchtigkeitsspendenden Lotionen ist unerlässlich. Auf frisch
enthaarte Achselhöhlen darf kein Deodorant aufgetragen werden. Hier
hilft ein kühlender Körperpuder. Diese Ratschläge sollten Frauen
beherzigen, die an einer übermäßigen Behaarung, ob im Gesicht oder am
Körper leiden.
Ein Zuviel an Haaren auf dem Kopf wird als schön empfunden, aber an den
Armen, Beinen oder in der Bikinizone? Ganz schlimm wird es, wenn sich
auf der Oberlippe ein Damenbart zeigt. Auch junge Männer sind heutzutage
über einen stark behaarten Rücken nicht unbedingt erfreut. Und
spätestens, wenn sich die ersten Sonnenstrahlen zeigen, beginnt für
viele der Frust.
Eine Haut wie Samt und Seide. Makellos, glatt – und haarlos. Ein ewiges
Schönheitsideal für viele. Ob temporär oder permanent - Möglichkeiten
der Haarentfernung gibt es viele. Für welche man sich entscheidet, hängt
vom gewünschten Ergebnis ab.
Schwindel – das Chaos im Kopf
Es dreht sich alles, die Erde schwankt, der Boden gibt nach. Das ist
nicht die Beschreibung für ein Erdbeben, sondern das ganz persönliche
Chaos im Kopf eines Menschen mit Schwindelsymptomen. Schwindel - dazu
gehören sehr unterschiedliche Empfindungen, die alle eines gemeinsam
haben: Der Mensch verliert die Orientierung im Raum. Doch keine Sorge:
die meisten Varianten des Schwindels sind harmlos und lassen sich
erfolgreich behandeln.
Die Ursachen sind sehr vielfältig, entsprechend auch die Behandlung.
Diese erfordert, je nach Auslöser, das Zusammenspiel von neurologischen,
physiotherapeutischen, medikamentösen oder gar chirurgischen Maßnahmen.
Bei Schwindel infolge von Reiseübelkeit helfen Antiemetika, die es zum
Teil auch ohne Rezept in der Apotheke gibt. Bei Schwindel infolge von
Durchblutungsstörungen des Gehirns werden auch Extrakte von Ginkgo
biloba eingesetzt.
Homöopathie:
Was krank macht, kann auch heilen
Während die klassische Medizin ein Gegenmittel gegen Krankheiten sucht,
wird in der Homöopathie Gleiches mit Gleichem bekämpft. Hochverdünnte
Wirkstoffe in Kügelchen, Tabletten; Salben und Lösungen sollen gegen
Schmerzen oder chronische Krankheiten helfen.
Viele Menschen möchten ihre Leiden mit homöopathischen Präparaten selbst
behandeln, doch wie geht das eigentlich? Wenn beispielsweise jemand
unter Unruhe und Schlafstörungen leidet, wird der klassische Mediziner
ein beruhigendes Mittel verordnen. Das kann auch ein pflanzliches Mittel
sein, z.B. Baldrian. Hahnemann hätte dem Unruhigen dagegen das genaue
Gegenteil empfohlen - beispielsweise Kaffee. Der Trick dabei: Der Kaffee
müsste schrittweise so stark verdünnt werden, dass er bereits
durchsichtig wie Wasser aussieht. Die geringe Dosierung, "Potenz”
genannt, soll aber ausreichen, dem Körper das Signal zu geben, das
Leiden selbst zu bekämpfen. Dabei gilt die Faustregel: Je stärker die
Verdünnung, desto stärker die Reizwirkung auf den Organismus. Den Grad
der Potenzierung zeigen die Kürzel, wie etwa D12 oder C30.
Sanft einschlafen mit Heilpflanzen
Vom Baldrian bis zur Honigmilch – bei leichter Schlaflosigkeit helfen
alte Hausmittel und Heilpflanzen.
Wer nur gelegentlich schlecht schläft, kann sich oft mit einfachen
Mitteln selbst helfen. Oft wirkt bereits ein Glas Milch mit Honig vor
dem Zubettgehen. Milch enthält den Eiweißbaustein Tryptophan, eine
Vorstufe des schlaffördernden Botenstoffes Serotonin. Kohlenhydrate
kurbeln die Produktion an.
Wenn das nicht hilft, bieten pflanzliche Produkte eine "gesunde"
Alternative zu den chemischen Medikamenten: Baldrian, Melisse,
Passionsblume und Hopfen fördern das Ein- und Durchschlafen auf
natürliche Weise. Bewährt haben sich Dragees oder Tropfen, in denen die
Wirkstoffe verschiedener schlaffördernder Heilpflanzen in einer
ausgewogenen Mischung enthalten sind. Um ihre Wirkkraft optimal
auszunutzen, sollten Schlaflose jedoch folgende Regeln einhalten:
- Pflanzliche Arzneimittel müssen regelmäßig eingenommen werden. Nur so
baut sich eine wirksame Konzentration der Inhaltsstoffe im Körper auf.
- Man sollte sich zwei bis drei Wochen gedulden. Meist wirken die
Präparate erst nach diesem Zeitraum.
- Stehen mehrere Präparate eines Pflanzenextraktes zur Auswahl, sollte
demjenigen mit dem höchsten Extraktgehalt der Vorzug gegeben werden.
Entspannung:
Sich Auszeiten zur Erholung gönnen
Der weibliche Perfektionismus kann Frauen an ihre körperlichen
Leistungsgrenzen führen. Die alltäglichen Aufgaben beginnen dann zu
überfordern. Eine "Auszeit" ist wichtig und nötig für das Wohlbefinden
und die Gesundheit, und lässt Frauen ihre Batterie wieder aufladen und
neue Energie tanken.
Mußestunden sind nicht aller Laster Anfang, sondern eine Voraussetzung
für körperliches Wohlbefinden und innere Ausgeglichenheit. Frauen haben
in den vergangenen Jahrzehnten viel erreicht: Karriere, Kinder,
Abenteuer – alles ist möglich. Trotzdem bleibt das Besinnen auf die
eigene stabile Gesundheit häufig auf der Strecke. Ob es ums Entschlacken
geht oder darum, die innere Balance wiederzufinden, eine neue Sportart
zu lernen, Übergewicht loszuwerden, Krankheiten vorzubeugen oder einfach
etwas für die Schönheit zu tun, stets ist die Entspannung eine wichtige
Grundlage.
Aufklärung durch Gleichaltrige
Immer mehr Teenager werden ungewollt schwanger. Mehr als 7000
minderjährige Mädchen brachten im Jahr 2000 in Deutschland Nachwuchs zur
Welt - rund 45 Prozent mehr als 1998. Viele davon waren noch nicht
einmal 14 Jahre alt. Um Kinderschwangerschaften wirkungsvoll zu
verhindern, sollen laut Marlene Rupprecht, SDP-Bundestagsabgeordnete und
Mitglied der Kinderkommission im Deutschen Bundestag, zukünftig auch die
etwa 18- bis 20-Jährigen für die Sexualaufklärung ausgebildet werden.
Der Austausch innerhalb der jüngeren Generation sei heute deshalb
dringend notwendig, sagte Rupprecht während einer Fachtagung in Leipzig,
weil häufig die Familie in ihrer Rolle als eigentlich zuständige
Institution für die Aufklärung der Kinder versagt. Darüber hinaus sei
klar, dass Jugendliche oder junge Erwachsene mit ersten sexuellen
Erfahrungen ein gutes Gespür dafür haben, was Jüngere, die das "erste
Mal" noch vor sich haben, an Auskünften erwarten. Ältere Erwachsene sind
dafür wohl nicht immer die geeignetsten Ansprechpartner.
Ayurveda:
Bewusst gesund leben und sanft heilen
Zu viel Kaffee getrunken? Muskatnusspulver mit Kardamom hilft. Und wenn
die Zunge Mitte rechts geschwollen ist, sieht die Leber ähnlich aus. Was
für Europäer abenteuerlich klingt, praktizieren die indischen Heiler
seit Jahrtausenden. Ayurveda hält Einzug in Wellness-Clubs und
-Kliniken, und findet eine ständig wachsende Anhängerschaft.
Alles hängt vom persönlichen Konstitutionstyp ab - Gesundheit, Aussehen,
Talent, Charisma, Glück in der Liebe, Erfolg im Beruf. Kern dieser Lehre
bilden drei Lebenskräfte, auch Doshas genannt, die in jedem Menschen
mehr oder weniger stark wirken und seine individuelle Verfassung
bestimmen:
- Vata-Menschen sind leicht nervös oder hektisch, sie handeln zumeist
schnell und einfallsreich. Ihr dünner Körper fröstelt leicht und nimmt
schwer zu. Störungen zeigen sich bei ihnen vor allem als
Schlaflosigkeit, Magenschmerzen, Verstopfung und Psychosen.
- Pitta-Menschen gelten als temperamentvoll, kritisch und reizbar. Sie
weisen einen mittleren Körperbau auf. Ihre Haut hat vermehrt
Sommersprossen und Pickel. Die Haare ergrauen früh oder fallen aus. Die
Betroffenen leiden z. B. häufiger unter Entzündungen, Hauterkrankungen
und verstärktem Schwitzen.
- Kapha-Menschen werden als treu, anhänglich und gelassen beschrieben.
Ihr Körper ist kräftig und nimmt schnell an Gewicht zu. Sie lassen sich
nicht leicht aus der Ruhe bringen, benötigen jedoch auch viel Schlaf.
Bei einer Störung nimmt dieses Bedürfnis noch zu. Sie leiden dann unter
einer Lethargie, chronischer Erschöpfung und Niedergeschlagenheit.
Geraten die Doshas aus dem Gleichgewicht, gibt es typgerechte Therapien.
Asthmaspray wird oft
falsch angewendet
Asthmasprays und andere so genannte Dosieraerosole werden häufig falsch
angewendet.
Dosieraerosole sind aus der Behandlung einiger Atemwegserkrankungen
nicht mehr wegzudenken. Richtig angewendet setzen die Sprays eine genau
dosierte Wirkstoffmenge als feinen Nebel frei, der so tief in die Lunge
gelangen kann. Damit die Medikamente ihre volle Wirkung entfalten
können, lesen Sie hier folgende Anwendungstipps:
Spray vor jeder Anwendung kräftig schütteln, Dose "kopfüber” halten,
langsam tief einatmen, dabei gleichzeitig den Sprühstoß auslösen, Luft
fünf bis zehn Sekunden anhalten, dann durch die Nase ausatmen. Sollen
Kortikoide inhaliert werden, oder müssen Kinder das Spray benutzen,
können Inhalierhilfen so genannte Spacer, in verschiedenen Ausführungen
und Größen hilfreich sein. Eine solche Hilfe gestattet es, die Auslösung
des Sprühstoßes und das Einatmen nacheinander durchzuführen.
Rund ums Osterei: Abgeschreckte Eier
verderben schneller!
Haltbarkeit hängt auch von Lagerungsbedingungen ab
Ausgepustet und angemalt, gekocht und gefärbt - der alte Brauch, Ostern
Eier zu verschenken, hat sich bis heute gehalten. Dabei nimmt die Art
der Färbung, die Lagertemperatur und das Verfahren des Abschreckens der
Eier entscheidenden Einfluss auf die Haltbarkeit.
Abschrecken: Der altbekannte Hausfrauentrick hat ausgedient. Eier
sollten nach dem Kochen nicht in kaltes Wasser gelegt werden, denn
dadurch verderben sie viel schneller, und besser schälen lassen sie sich
deshalb auch nicht. Also fort mit diesem alten Zopf, wenn es um
Ostereier geht. Die folgenden Empfehlungen gibt das Schweizerische
Bundesamt für Gesundheit (BAG):
- Zum hart Kochen vorzugsweise 7 bis 14 Tage alte Eier verwenden.
- Eier mit möglichst glatter Oberfläche wählen.
- Eier je nach Größe und Ausgangstemperatur 10 bis 12 Minuten hart
kochen.
- Eier nach dem Kochen nicht abschrecken.
- Hart gekochte und abgeschreckte Eier sind bei Raumtemperatur nur
wenige Tage haltbar, gekühlt etwa ein bis zwei Wochen.
- Hart gekochte, nicht abgeschreckte Eier können, sofern die Schale
intakt ist, dagegen einige Wochen bei Raumtemperatur gelagert werden.
- Hart gekochte industriell gefärbte Ostereier sind aufgrund eines
Schutzlackes bei Raumtemperatur sogar mehrere Monate haltbar.
Die Geheimnisse fernöstlicher Medizin
Yin und Yang - Keine Zauberei, sondern traditionelle Medizin
Mit Akupunktur und Kneipp, mit Essenzen aus Pflanzen, mit natürlichen
Tinkturen und homöopathischen Heilsäften kurieren immer mehr Menschen
ihre Leiden, gegen die die klassische Medizin häufig keine Hilfe weiß.
Die alternativen Heilkünste sind auf dem Vormarsch.
Für viele steht das schwarz-weiße Yin-und-Yang-Zeichen für die
Hippie-Kultur der 70er Jahre. Naturheilkundler verbinden damit mehr. Es
ist das Zeichen für die polaren Grundprinzipien, aus deren Wechselspiel
alle Dinge des Universums - also auch der Mensch - bestimmt sind. Bei
einem kranken Menschen ist dabei das natürliche Gleichgewicht aus der
Balance geraten, das durch entsprechende Gegenregulation wieder
hergestellt werden kann. Vereinfacht funktioniert die chinesische
Diagnostik so: Der Arzt prüft bei dem Patienten, ob die acht Parameter
Innen-Außen, Kälte-Hitze, Leere-Fülle, subsumiert unter Yin und Yang, im
Gleichgewicht stehen. Bei einem Ungleichgewicht geht man von einer
Energieflussstörung aus, die aufgehoben werden muss.
Runter
mit dem Blutdruck: Ein Training in 7 Schritten
Menschen mit hohem Blutdruck sind oft Genießer. Hier ein
Trainingsprogramm, das an diesen Grundfesten nichts ändern will und doch
zur Blutdrucksenkung beiträgt. Wer sich die folgenden Schritte vornimmt,
senkt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich.
1. Essen und Trinken genießen und dabei abnehmen: Wer mit einem hohen
Cholesterinspiegel kämpft, schränkt am besten tierische Nahrungsmittel
ein und verwendet pflanzliche Öle statt Butter und Schmalz.
2. Spaß statt Stress: Um das Stresshormon Adrenalin aus dem Körper zu
bekommen, hilft Bewegung die Freude macht: Zum Beispiel Spaziergänge,
Wandern oder nach der Lieblingsmusik durch die Wohnung tanzen.
3. Seele ins Lot bringen: Loslassen heißt das Zauberwort, wenn wir
faktisch unerreichbaren Zielen nachlaufen.
4. Selbst messen motiviert: Wer diese Schritte zur Senkung des
Blutdruckes geht, will den Erfolg sehen.
5. Die richtigen Arzneimittel: Ganz wichtig ist die regelmäßig Einnahme!
Auslassen lässt den Blutdruck wieder gefährlich ansteigen.
Dosisreduktionen, zum Beispiel, weil Abnehmen und Bewegung Erfolg
zeigen, mit dem Arzt besprechen.
6. Die Natur nutzen: Sinnvoll sind pflanzliche Arzneimittel, etwa
Knoblauch-, Artischocken-, oder Curcumaextrakte und Omega-3-Fettsäuren
beziehungsweise Fischölkapseln
7. Die langjährige Kontrolle: Neben dem Blutdruck sollten
Hochdruckkranke sich immer wieder selbst kontrollieren, ob die guten
Vorsätze noch eingehalten werden. Wenn nicht: dieses Programm Schritt
für Schritt wiederholen.
Heilfasten:
Energiekick statt Hungerkur
Mit dem Aschermittwoch ist auch wieder für viele die Fastenzeit
gekommen. Wer Körper und Seele Gutes tun will, tritt jetzt etwas kürzer.
Doch Achtung! Ärzte und Ernährungswissenschaftler warnen vor verkehrtem
und damit ungesundem Ehrgeiz.
Wer mit unkontrolliertem Fasten oder einer Nulldiät gegen Katerstimmung
und Jeckenspeck angeht, riskiert gesundheitliche Beschwerden, da der
Körper Energiereserven auch aus dem Muskeleiweiß von Organen bezieht.
Gar nicht oder nur unter intensiver ärztlicher Betreuung fasten sollten
Menschen, die an schweren akuten oder chronischen Erkrankungen leiden,
dauerhaft Medikamente einnehmen müssen, an Esssucht, Magersucht oder
Bulimie leiden, unter großem Stress stehen oder an Depressionen oder
psychischer Labilität leiden. Kinder, die sich im Wachstum befinden,
sowie schwangere und stillende Frauen sollten regelmäßig und ausgewogen
essen. Auch gesunde Erstfaster sollten ihren Arzt von ihrer Absicht
informieren und gegebenenfalls einen Check-up machen lassen. Blutdruck,
Kalium- und Magnesium-Werte und die Harnstoffkonzentration im Blut
sollten vom Arzt vor dem Fasten überprüft werden.
Natürlich verliert man bei einer Fastenwoche auch Gewicht. Wer aber nach
den Aufbautagen weiterschlemmt wie zuvor, der hat die Pfunde auch
schnell wieder drauf. Die Idee beim Fasten ist, Gifte und Schlacken, die
sich im Körper angereichert haben (nicht zuletzt durch unvernünftige
Ernährung), loszuwerden und damit Erkrankungen vorzubeugen sowie das
Wohlbefinden zu steigern. Außerdem hilft die Erfahrung, auf
liebgewonnene Genüsse verzichten zu können, hinterher bewusster zu
essen. Das funktioniert, weil Fasten eben nicht "Hungern" ist.
Alarmierend:
Jeder dritte Deutsche hat Allergien
Hasel, Erle, Birke, Hausstaubmilben und Tierhaare:
Bereits jeden dritten Deutschen quält die eine oder andere Allergie. In
Deutschland sind etwa 24 bis 32 Millionen Menschen allergisch
vorbelastet, zwölf Millionen haben allergischen Schnupfen und cirka vier
Millionen Bundesbürger leiden an einem allergischen Asthma bronchiale.
Etwa 43 Prozent der Patienten mit allergischem Schnupfen entwickeln nach
durchschnittlich acht Jahren ein Bronchialasthma.
Während Heuschnupfen die Betroffenen ein paar Monate piesackt, leiden
Hausstaub-Allergiker das ganze Jahr. Das ist schon schlimm genug. Doch
können unzureichend behandelte Allergien schwerwiegende Folgen haben.
Bereits heute ist diese gefährliche Erkrankung der Atemwege die
häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Daher ist der
rechtzeitige Gang zum Arzt so wichtig.
Im Krankenhaus: Lebensretter Insulin
Blutzucker senken nach Herzinfarkt erhöht Überlebensrate
Bei jedem akuten Stress können erhöhte Blutzuckerwerte
auftreten. Dies wird zum Beispiel regelmäßig bei Herzinfarkten oder auf
Intensivstation gesehen. Bisher wurden die dabei auftretenden erhöhten
Blutzuckerwerte bagatellisiert. Neue Studien haben jedoch gezeigt, dass
zum Beispiel die Überlebenschance nach Herzinfarkt durch eine normnahe
Blutzuckereinstellung auf Intensivstation ganz wesentlich erhöht wird.
Bisher war es gängige Praxis, auf Intensivstationen bei Schwerkranken
den Blutzucker nur dann zu senken, wenn die Werte deutlich über 200
Milligramm pro Deziliter lagen. Gegenüber der Kontrolle vitaler
Funktionen wie Atmung, Kreislauf und Elektrolytbilanz schien eine
normnahe Blutzuckereinstellung von untergeordneter Bedeutung und galt
sogar als risikoreich.
Gerade Patienten, die beatmet werden (etwa auf einer chirurgischen
Intensivstation) haben häufig erhöhte Blutzuckerwerte. Eine exakte
Blutzuckereinstellung auch in dieser Situation führt zu einer ganz
dramatischen Verbesserung der Überlebenschancen, zu einer Verminderung
der Zahl von schweren Infektionen und Dialysenotwendigkeit und einem
Rückgang von Nervenschäden.
Die richtigen Zeiten für Arzneimittel
Viele Medikamente sprechen besser an, wenn sie abhängig vom biologischen
Rhythmus eingenommen werden. Da dieser jedoch von Mensch zu Mensch
verschieden sein kann, muss ganz individuell entschieden werden, wann
die beste Tageszeit für welches Medikament gekommen ist.
Wenn man den richtigen Zeitpunkt wählt, kann man mit kleineren
Arzneistoffmengen gleich große oder gar größere Therapieeffekte
erzielen. So reagieren viele Asthmatiker stärker auf Kortisonpräparate,
die sie am Nachmittag einnehmen.
Viele blutdrucksenkende Mittel entfalten ihren Effekt am besten ganz
früh am Morgen. Gegen sechs Uhr werden Hormone ausgeschüttet, die das
Herz-Kreislauf-System in Schwung bringen und den Blutdruck steigen
lassen. Optimal wäre es, diese Präparate etwa zwei Stunden davor
einzunehmen. Da dies im Schlaf nicht möglich ist, gilt die Empfehlung,
die Tabletten gleich beim Aufwachen mit einem Glas Wasser zu schlucken.
Auch Schilddrüsenhormone sollten frühmorgens, mindestens 30 Minuten vor
dem Frühstück, eingenommen werden. (Quelle: NAI)
Gymnastik macht die Blase stark
Wem beim Husten, Lachen oder Heben ungewollt Harn entweicht, der leidet
vermutlich unter einer zu schwachen Beckenbodenmuskulatur. Normalerweise
nämlich soll sich der Beckenboden mit seinem Muskelgeflecht dem
auftretenden Druck im Bauchraum entgegenstemmen. Geht das nicht mehr,
sprechen Mediziner von einer Stressinkontinenz. Dieser kann man am
besten mit einem konsequenten Training begegnen.
Um den Beckenboden gezielt zu trainieren, muss man ihn aber zunächst
richtig fühlen können. Damit haben viele Menschen mit
Beckenbodenschwäche, überwiegend sind es Frauen, Schwierigkeiten. Eine
Übung dazu: Auf dem Boden im Schneidersitz versuchen, den Bereich
zwischen After und Scheide in sich aufzusaugen, regelrecht von der
Sitzfläche anzuheben. Die Spannung etwa zehn Sekunden halten, dann
entspannen. Diese Spannung kann als Hilfe für das Beckenbodentraining
dienen. Wer das Beckenbodentraining richtig durchführt und lange genug
durchhält, kann eine Stressinkontinenz gut in den Griff bekommen.
(Quelle: NAI)
Georg Hackl:
Arthrose durch Leistungssport
Wer rastet der rostet - eine Volksweisheit, die durch zahlreiche
Untersuchungen zum gesundheitlichen Nutzen körperlicher Ertüchtigung
belegt ist. Aber es kann auch zu viel des Guten sein, wie der bekannte
Rennrodler und mehrfache Olympiasieger Georg Hackl in einem Interview
deutlich macht.
Georg Hackl leidet seit etwa sieben Jahren an Gelenkarthrose und den
damit verbundenen Schmerzen. Eine der Ursachen sieht er in einem zu
intensiven Training. "Ich habe halt gemerkt, ich werde immer besser, je
mehr ich auf den Geräten wegheben konnte - das war eins zu eins
übertragbar. Das habe ich natürlich exzessiv verfolgt, und damit habe
ich mich geschädigt. Da wäre weniger mehr gewesen". Im Breitensport
sieht Hackl derartige Risiken nicht. "Wenn man sich dabei möglichst
vielfältig bewegt und sich möglichst gesund belastet, dann ist Sport
sehr gesundheitsfördernd." Auch moderates Krafttraining sei für die
Stütz- und Haltemuskulatur durchaus zu empfehlen, aber nur unter
sachkundiger Anleitung. Dass diese von immer mehr Fitnessklubs und
Therapiezentren auch geboten wird, sei sehr begrüßenswert. (Quelle: NAI)
Alternative und schulmedizinische Therapien neben- statt gegeneinander
Nicht gegeneinander, sondern parallel sollten bei Krankheiten die schul-
und alternativmedizinischen Therapierichtungen angewandt werden. So
sieht Dr. med. Harald Dörhöfer, Facharzt für Innere Medizin / Akupunktur
und Naturheilverfahren aus Frankfurt am Main die traditionelle und
schulmedizinisch gesicherte Richtung "immer als Ergänzung und niemals
als zwei feindliche Therapie- oder Diagnostikmethoden, die sich
gegenüberstehen". Leider handeln kranke Menschen wie auch Mediziner
meist noch immer nach dem Prinzip "entweder-oder".
Dennoch sollten Patienten gerade im Bereich der alternativen Verfahren
Nutzen und Unbedenklichkeit einzelner Heilmethoden oder die als solche
angepriesen werden, kritisch hinterfragen. Nicht nur der Gesundheit,
sondern auch dem Geldbeutel zuliebe.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich an Fachgesellschaften wie
zum Beispiel die für Akupunktur oder die Deutsche Homöopathische
Gesellschaft wenden. Diese empfehlen ihre Mitglieder, also Ärzte mit
Zusatzausbildung in anerkannten Gebieten der Naturheilkunde wie der
Akupunktur, Homöopathie oder Pflanzenheilkunde. (Quelle: NAI)
Bluthochdruck oft
unzureichend behandelt
Erhebungen des Robert-Koch-Institutes zufolge haben in Deutschland fast
die Hälfte aller Männer überhöhte Blutdruckwerte, ausreichend dagegen
behandelt wird aber nur jeder zehnte Betroffene. Bei Frauen sieht die
Situation nur wenig besser aus. Ein wichtiger Weg, um zu hohe Werte
besser in den Griff zu bekommen, besteht in der regelmäßigen Messung des
Blutdrucks zu Hause.
Wer mit einer Oberarmmanschette misst, muss darauf achten, dass die
Manschette richtig sitzt. Deren unterer Rand sollte 2,5 Zentimeter von
der Ellenbeuge entfernt sein. Die Manschette sollte fest sitzen, darf
den Arm aber nicht abschnüren. Beengende Kleidung am Arm legt man vor
der Messung ab. Außerdem muss der Messpunkt immer auf Herzhöhe liegen,
was bei Oberarmmanschetten fast automatisch der Fall ist, bei
Handgelenkgeräten jedoch nicht. Bei Handgelenkmessungen sollte man, am
Tisch sitzend, ein Kissen oder etwas Vergleichbares unterlegen, um die
erforderliche Höhe zu erreichen. Man kann die Hand mit dem Gerät am
Gelenk aber auch auf die gegenüberliegende Schulter auflegen.
Bei Messbeginn sollte man immer gut ausgeruht sein und zuvor auch keine
Koffein oder Alkohol enthaltenden Getränke zu sich nehmen und nicht
rauchen. Beratung zur richtigen Handhabung von Blutdruckmessgeräten und
zur Vermeidung von Messfehlern bieten Ärzte und Apotheker. (Quelle: NAI)
Rheuma
Auf der Suche nach den Ursachen
Mehrere hundert Krankheiten fallen unter den Begriff "Rheuma". Bis zur
genauen Diagnose schmerzhafter Beschwerden vergehen oft Monate.
Weil die Zeit, die Ärzte jedem einzelnen Patienten widmen können, oft
knapp bemessen ist, sollten sich Betroffene vor dem Arztbesuch die
folgenden Punkte eingehend überlegen und die für sie passenden Antworten
notieren:
- Sind die Schmerzen an den Gelenken oder in deren Umgebung? Oder eher
an den Sehnen, Muskeln und Knochen?
- Verstärken sich die Schmerzen in Ruhe, bei Bewegungsbeginn, bei
Belastung, tagsüber oder nachts, oder sind sie dauernd und überall?
- Bleiben die Schmerzen an einer Stelle, oder strahlen sie aus? Wie
fühlen sie sich an? (Zum Beispiel stechend, brennend, dumpf, quälend)
- Bessern oder verschlechtern sie die Beschwerden durch Wärme oder
Kälte, durch psychische Be- oder Entlastung, durch das Wetter?
- Was hat den Schmerz womöglich ausgelöst? Ein Unfall, psychische
Belastung oder eine anstrengende berufliche Tätigkeit?
Die Beantwortung dieser Fragen bereits vor dem Arztbesuch erleichtert
das Gespräch und macht es in seinem Resultat effektiver.
Das 4-Punkte-Programm für geistige Fitness
"Use it or loose it" - benutze oder verliere es - sagen die Amerikaner
und haben Recht. Zwar nimmt die Muskelmasse genau wie das Gehirnvolumen
vom 30sten Lebensjahr an ab. Aber bei Nichtbenutzung des Geistes kommt
es zusätzlich zu einer deutlichen Abnahme der Nervenzell-Vernetzung.
Noch schlimmer ist dran, wer sich mit den Jahren weniger bewegt: Er
ersetzt Muskeln durch Fettzellen und - ganz wichtig - verliert auch
dadurch geistige Beweglichkeit.
Deshalb stellt die Zeitschrift eine Vier-Punkte-Strategie für geistige
und körperliche Beweglichkeit auf: Bewegen Sie sich ausreichend, also
mehrfach in der Woche eine halbe Stunde bei erhöhtem Puls. Lernen Sie
wieder das Lernen: Durch Lesen und dessen bewusste Wiederholung übt der
Mensch das, was mit den Jahren verloren geht: die Konzentration auf das
Einzelne. Vermeiden Sie Stress, denn der schadet den Hirnzellen. Sorgen
Sie für die richtigen Nährstoffe für Gehirn und Körper. (Quelle: NAI)
Sport und Abnehmen gegen Cholesterin
Erhöhte Cholesterinwerte bereiten keine Schmerzen und bleiben daher
häufig unbeachtet. Ein Risikofaktor für schwere Herzerkrankungen können
sie dennoch werden.
Ein paar überzählige Pfunde weniger und der Cholesterinspiegel kann sich
deutlich verbessern. Dadurch sinkt der Blutgehalt des "schlechten"
LDL-Cholesterins, das Cholesterinablagerungen in den Blutgefäßen
fördert. LDL ist ein Transporteiweiß für Cholesterin. Ein weiterer
Transporter ist das HDL, das Cholesterin aus dem Gewebe wegschafft, so
dass man auch von "gutem" HDL-Cholesterin spricht. Sein Gehalt steigt
durch Abnehmen und auch durch Sport. Wer außerdem noch möglichst
cholesterinarm isst, kann seine Cholesterinwerte noch weiter verbessern.
Dazu sollte man mit fettem Fleisch, Innereien, Eiern und eierhaltigen
Speisen sparsam sein und möglichst pflanzlichen Fetten den Vorzug vor
tierischen geben. Der Verzehr von Kaltwasserfischen wie Hering, Lachs
oder Makrele kann durch ihren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren ebenfalls zur
Senkung des Cholesterinspiegels beitragen. Omega-3-Fettsäuren gibt es
auch in Fischölkapseln aus der Apotheke.
Wenn diese Maßnahmen nicht mehr ausreichen, können zusätzlich
verschreibungspflichtige Medikamente helfen, wie etwa Fibrate und vor
allem Statine. Zur Unterstützung einer cholesterinsenkenden Therapie
dienen unter anderem auch Extrakte aus Blättern der Artischocke oder aus
dem Curcuma-Wurzelstock. (Quelle: NAI)
Kleiner Körper, großer Nährstoffbedarf
Da sich Kinder rasant körperlich und geistig entwickeln, brauchen sie
ständig eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralien. Fünfmal am
Tag Obst und Gemüse, wenig Fett und Zucker, viel Vollkornprodukte und
reichlich trinken: So lauten zusammengefasst die derzeitigen
Empfehlungen der Ernährungsexperten. Einige Vitamine und Mineralstoffe
ergänzen sich in ihrer Wirkung. Beispielsweise arbeiten Vitamin D und
Calcium Hand in Hand, damit die Knochen schön gleichmäßig wachsen.
Vitamin D bildet der Körper bei Lichteinstrahlung auf die Haut selbst,
und Milchprodukte liefern das Calcium, das darüber hinaus auch für Herz-
und Muskeltätigkeit sowie die Blutgerinnung wichtig ist.
Für gesunde Zähne braucht der Körper neben Calcium auch Fluorid. Am Zahn
wirkt es am besten, wenn fluoridierte Zahnpasta verwendet wird. Sollte
die Fluoridzufuhr dennoch zu gering sein, können nach Rücksprache mit
dem Kinderarzt entsprechende Tabletten gegeben werden. (Quelle: NAI)
Spürhunde gegen Krebs
Ideale Medikamente in der Krebsmedizin sollten so
beschaffen sein, dass sie gezielt und wirksam Krebszellen angreifen,
gesundes Gewebe hingegen unbeschadet lassen. Eine Chance, diesem Ideal
nahe zu kommen, bieten Antikörper, "Spürhunde" des Immunsystems.
Antikörper sind Eiweiße, die sich im Körper an Eindringlinge und auch an
Krebszellen hängen und damit deren Zerstörung durch das Immunsystem
einleiten. Um mit diesen Spürhunden bösartige Tumore erkennen und
vernichten zu können, hat man gentechnologisch hergestellte Antikörper
gezielt auf spezielle Merkmale bestimmter Krebszellen abgerichtet. Ein
Beispiel ist Trastuzumab, ein Antikörper, der bei einigen Patientinnen
mit Brustkrebs wirksam ist. Große Erwartungen verbindet man auch mit
Imatinib, den man gegen die chronische myeloische Leukämie einsetzt.
Andere Strategien zielen auf eine Verbesserung der herkömmlichen
Chemotherapie ab, die verträglicher und zielgenauer werden soll. Ein
weiterer Ansatz sind vorbeugende Impfungen, die sich beispielsweise
gegen diejenigen Viren richten, die maßgeblich an der Entstehung von
Gebärmutterhalskrebs beteiligt sind. (Quelle: NAI)
Klein und gemein: Zecken
Die Gefahr nach einem Zeckenstich zu erkranken,
wird in Deutschland immer größer. Inzwischen sind bundesweit zehn bis 30 Prozent
aller Zecken mit Borreliose infiziert, während Zecken mit dem FSME-Erreger
gehäuft nur in bestimmten Regionen Bayerns, Baden-Württembergs, im südlichen
Hessen und in Thüringen vorkommen. Die Zahl der FSME-Erkrankungen stieg im
vergangenen Jahr auf 275 Personen - eine Steigerung um 15 Prozent zum Vorjahr.
Das Paul-Ehrlich-Institut veröffentlicht regelmäßig Karten mit den
jeweiligen Risiko- und Hochrisikogebieten für FSME. Fragen Sie hierzu in der
Rathaus-Apotheke nach.
Schutz ist möglich
Ein Schutz gegen diese Gefahren ist in
verschiedener Weise möglich: Gegen die Frühsommer-Hirnhautentzündung (FSME) rät
das Robert-Koch Institut in den FSME-Risikogebieten auf jeden Fall zu einer
Impfung. Dies gilt sowohl für alle, die beruflich, in ihrer Freizeit als auch im
Urlaub in den gefährdeten Gebieten unterwegs sind.
Gegen die ebenfalls von Zecken übertragene Lyme-Borreliose, eine bakteriell
bedingte Infektionskrankheit, gibt es für Menschen noch keinen Impfschutz. Da
die Diagnose für Laien aufgrund der Ähnlichkeit zum grippalen Infekt nicht
eindeutig möglich ist, sollte bei Verdacht unbedingt ein Arzt konsultiert
werden. Je frühzeitiger diese Bakterieninfektion entdeckt wird, umso besser kann
sie mit Antibiotika bekämpft werden.
Hirnhautentzündung durch Viren
Zecken reichern die FSME-Viren in
ihren Speicheldrüsen an, die Infektion geht deshalb schnell. Allerdings hängt
die Menge der in das Wirtsblut freigesetzten Viren von der Saugdauer ab. Also:
Je schneller die Zecke entdeckt und entfernt wird, desto wahrscheinlicher ein
nur milder Krankheitsverlauf, der meistens ein bis zwei Wochen nach dem Stich
mit Fieber beginnt. Etwa ein Drittel der Patienten entwickelt anschließend
Fieber mit den Anzeichen einer Hirnhautentzündung, unter Umständen mit
Beteiligung des Gehirns (Meningitis oder Meningoenzephalitis).
Eine Therapie, die die Ursachen bekämpft, existiert für FSME nicht. Wer weiß,
dass er in ein Endemiegebiet reist, wer sich von Berufs wegen oder in seiner
Freizeit regelmäßig draußen aufhält, sollte sich impfen lassen.
Mittlerweile ist sogar ein neuer Impfstoff für Kinder vom ersten bis zwölften
Lebensjahr verfügbar.
Geimpft wird dreimal, wobei die letzte Infektion
nach spätestens einem Jahr gegeben wird. Nach drei Jahren muss der Schutz
aufgefrischt werden. Wer sich kurzfristig zu einem Urlaub in Risikogebieten
entschließt, kann sich auch im »Schnelldurchgang« impfen lassen, was auch noch
einen recht guten Schutz bietet.
Eine nachträgliche, so genannte passive Immunisierung darf nur
erfolgen, wenn seit Betreten eines Infektionsgebietes nicht mehr als vier Tage
vergangen sind. Außerdem ist sie erst ab dem 14. Lebensjahr möglich.
Borrelien: Rötung um den Stich
Im Gegensatz zu den FSME-Viren, finden Borrelien ihren Platz in der Zecke
nicht schon in den Speicheldrüsen, sondern bevorzugt im Mitteldarm. Deshalb
setzt die Zecke die Erreger frühestens nach zehn- bis zwölfstündigem Saugen
frei. Sie rasch zu entfernen, kann also Schutz bieten. Drei Stadien kennzeichnen
die Lyme-Borreliose, wobei nicht jedes Stadium auftreten muss.
Etwa zehn Tage nach dem Stich kann sich eine überwärmte, erhabene Rötung im
Stichbereich zeigen, das so genannte Erythema migrans. Treten derartige Rötungen
an mehreren Körperstellen auf, ist bereits das Krankheitsstadium zwei erreicht.
Die Keime kreisen dann in Blut- und Lymphsystem, die Betroffenen klagen über
Kopfschmerzen, Fieber, Gliederschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl.
Bei circa 15 Prozent der Patienten bildet sich Wochen bis Monate später erst das
Stadium zwei aus, in dem etwa das Herz, Nervenbahnen und Gelenke in
Mitleidenschaft gezogen werden können. Das Vollbild des Stadiums drei zeichnet
sich durch eine chronische Herzentzündung, eine Entzündung von Gehirn und
Rückenmark und eine chronische Gelenkentzündung aus.
Borrelien lassen sich mit Hilfe von Antibiotika besonders zu Beginn der
Infektion vernichten. Je weiter die Erkrankung vorangeschritten ist, umso
schwieriger gestaltet sich die Therapie. Die Dauer der Behandlung sollte
mindestens 14 Tage betragen.
Um eine Infektion zu vermeiden, muss man den Zeckenkontakt verhindern.
-
Meiden Sie
typische Aufenthaltsorte von Zecken (Wälder, Unterholz, Gebüsch),
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lassen Sie sich
in Garten, Wald und Wiese nicht nieder, ohne etwas unterzulegen,
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benutzen Sie
auf ungeschützter Haut Zeckenabwehrmittel,
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suchen Sie
Ihren Körper nach einem Spaziergang oder nach Gartenarbeit unverzüglich nach
Zecken ab, auch hinter den Ohren oder auf der Kopfhaut.
Zecke
weg – so klappt es
-
Entfernen Sie
eine Zecke so früh wie möglich,
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zerquetschen
Sie die Zecke nicht, fassen Sie sie möglichst weit vorne
-
und verwenden
Sie kein Öl, Klebstoff oder Ähnliches,
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desinfizieren Sie die
Einstichstelle und begutachten Sie diese täglich im Hinblick auf Rötungen,
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suchen Sie den
Arzt auf, wenn Sie eine Rötung entdecken, Fieber oder grippale Beschwerden
bekommen.
Quelle: NAI